Die Vermögenswerte der Gründer von Vanbex wurden von der kanadischen Polizei wegen Betrugsvorwürfen im Zusammenhang mit einem ICO aus dem Jahr 2017 eingefroren, bei dem 22 Millionen US-Dollar eingenommen wurden. Weitere Details zeigen, dass das von Kevin Hobbs und Lisa Cheng kontrollierte Unternehmen durch den Verkauf eines Tokens namens FUEL 30 Millionen kanadische Dollar erwirtschaftet hat.
Die Einziehungsanordnung besagt, dass Vanbex den Investoren Etherparty (ein Smart-trac-System) vorgestellt und ihnen einen Wertanstieg des FUEL-Tokens prophezeit hatte. Laut Aussage des Leiters der Abteilung für Einziehungsmaßnahmen im kanadischen Justizministerium konnten Hobbs und Cheng solche Produkte jedoch nicht entwickeln, sondern bereicherten sich stattdessen persönlich an den investierten Geldern.
Es wird darauf hingewiesen, dass FUEL praktisch wertlos ist und keinen Geldwert besitzt. Es kann nicht für intelligentetracverwendet werden. Seine einzige weitere Verwendung ist ein Dienst zur Entwicklung von Kryptowährungen namens Rocket. Es wurden keine strafrechtlichen Anklagen erhoben.
Hobbs und Cheng wiesen die Betrugsvorwürfe zurück und erklärten, diese beruhten auf falschen Aussagen eines ehemaligen Partners. Die Gründer bestreiten, solche Versprechungen bezüglich der FUEL-Token gemacht zu haben. Hobbs und Cheng sind der Ansicht, dass die Regierung hinsichtlich des Unternehmens und seiner Produkte falsch informiert sei. Die Geschäftskonten von Vanbex wurden nicht gesperrt. Vanbex gibt an, über 50 Kunden zu haben und exzellente Produkte anzubieten.
Die Gerichtsakten erwähnen hingegen mehrere Fälle, wie etwa den plötzlichen Vermögenszuwachs, die beiden Eigentumswohnungen (in Toronto und Vancouver), das Leasing eines Lamborghinis und Ausgaben für Glücksspiel. Bezüglich des Glücksspiels erklärten Hobbs und Cheng, dass er professioneller Pokerspieler sei und es diesbezüglich keine Probleme gebe.
Im Laufe der Jahre wurde Hobbs mehrfach strafrechtlich verfolgt und wegen Drogenkonsums, Drogenanbaus, Eigentumsdelikten oder Geldwäsche verurteilt. Nach Beginn der Ermittlungen versuchten Hobbs und Cheng, ihr Vermögen zu verkaufen.
Hobbs und Cheng fordern die Mitarbeiter auf, die Untersuchung vollumfänglich zu unterstützen, und versichern ihnen, dass „die Wahrheit ans Licht kommen wird“. Sie haben erklärt, dass sie sich mit vollem Einsatz für die Zukunft ihres Unternehmens und dessen führende Position in der Branche einsetzen werden.
Vanbex-Gründer in tiefen Schwierigkeiten