Die US-Wirtschaft überraschte heute alle mit einem enormen Anstieg der Beschäftigung. Laut den Daten zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft wurden im September 254.000 neue Stellen geschaffen, weit mehr als die erwarteten 159.000.
Dieser Anstieg überraschte Ökonomen völlig und widerlegte alle Prognosen einer Abschwächung des Arbeitsmarktes – zumindest kurzfristig. Bitcoin hingegen kämpft weiterhin mit starker Volatilität und einer ungewöhnlichen Abhängigkeit vom Aktienmarkt.
Der Bitcoin-Kurs stieg bei Börsenbeginn an der Wall Street am 4. Oktober um 2 %, liegt aber immer noch weit unter seinem typischen Unterstützungsniveau für den Monat, der allgemein als der bullischste für Kryptowährungen gilt.
Der US-Arbeitsmarkt defiden Erwartungen
Zum Vergleich: Ökonomen hatten für den Monat eine deutlich niedrigere Zahl von rund 132.500 Arbeitsplätzen prognostiziert.
Nachträgliche Korrekturen des Bureau of Labor Statistics ergaben, dass im Juli und August zusätzlich 72.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, was dietrondes Arbeitsmarktes unterstreicht.
Die Arbeitslosenquote blieb jedoch nahezu unverändert und sank lediglich leicht von 4,2 % im August auf 4,1 % im September. Parallel zum Anstieg der Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft reagierten die US-Aktienmärkte positiv.
Die Indizes S&P 500 und Nasdaq Composite eröffneten heute beide im Plus. Die öffentliche Meinung ist jedoch geteilt. Umfragen zeigen, dass fast die Hälfte derdentfälschlicherweise glaubt, die USA befänden sich bereits in einer Rezession.
Bitcoin steckt fest
Bitcoin befindet sich weiterhin in einer extrem engen Konsolidierungsphase. Zwar gab es heute Morgen kurzzeitig einen Preisanstieg von 2 %, doch die Volatilität hat eindeutig die Oberhand gewonnen.
Ryan Lee, Chef-Kryptoanalyst bei Bitget, wies darauf hin, dass die meisten Anleger derzeit nur geopolitische und makroökonomische Ereignisse im Blick haben.
Bitcoin verzeichnete einen Rückgang des Spot-Handelsvolumens um 16 %. Einige Anleger halten sich zurück und verfolgen im aktuellen Markt eine risikoscheue Strategie.
Lee erklärte, dass viele Menschen es vorziehen, ihr Geld nicht zu riskieren, solange die globalen wirtschaftlichen Bedingungen instabil bleiben.
Zu allem Übel hat der Händler Peter Brandt eine bärische Zukunft für BTC in Form eines „Drei-blinde-Mäuse“-Musters vorhergesagt.
Dieses Muster wird allgemein als Fortsetzung des aktuellen Trends gesehen, der für Bitcoin bärisch ist.
Brandt erwähnte dasselbe Muster bereits im Dezember 2022, als Bitcoin bei rund 17.000 US-Dollar gehandelt wurde, bevor er wochenlang einbrach.
Obwohl Bitcoin im Januar 2023 schließlich den Ausbruch schaffte, ist es möglich, dass dies diesmal nicht der Fall sein wird.
Brandt betonte, dass der Markt in einem Bereich niedrigerer Hochs und niedrigerer Tiefs verharren wird, solange Bitcoin nicht über 71.000 US-Dollar schließt und ein neues Allzeithoch erreicht.
Unterdessen erinnern Kryptoanalysten wie Axel Adler die Anleger daran, dass ein positiver Start in den Oktober nicht bedeutet, dass er auch so enden wird.
Im Moment scheinen die Anleger nicht bereit zu sein, sich festzulegen, sondern ziehen es vor, die Volatilität auszusitzen und abzuwarten, wohin die Entwicklung der breiteren Wirtschaftsdaten führt.
Zusätzliche Berichterstattung von Noor Bazmi.

