Kurzfassung (TL;DR):
- US-Investoren haben das Gefühl, von den Initiatoren von ICO-Projekten getäuscht worden zu sein, da diese ihnen Projektinformationen vorenthalten hätten.
- Sie fügten hinzu, dass mehr Rechenschaftspflicht und Anlegerschutz zum Wachstum von ICOs und des Kryptomarktes beitragen könnten.
Eine aktuelle Umfrage von Xangle deutet darauf hin, dass sich einige US-Investoren, die an Initial Coin Offerings (ICOs) teilgenommen haben, getäuscht fühlen. Sie fordern zudem, dass die ICO-Projektinitiatoren zur Rechenschaft gezogen werden. Ziel der Umfrage war es, die allgemeine Stimmung und die Erfahrungen von Privatanlegern in den USA zu erfassen, die zwischen 2017 und heute an ICOs teilgenommen haben.
Laut Xangle wurden rund 600 Investoren befragt. Die Mehrheit (56 Prozent) gab an, weiterhin an ICOs teilnehmen zu können, wenn ihnen mehr Recherche und Informationen zum Projekt zur Verfügung gestellt würden. 33 Prozent der US-Investoren fühlten sich bei ICO-Projekten getäuscht. Sie argumentierten, dass ihnen Informationen über die Projekte vorenthalten wurden. Die meisten dieser Investoren fordern, dass die Projektinitiatoren für das Verschweigen der Informationen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
US-Investoren fordern mehr Transparenz und Verantwortlichkeit auf dem Kryptomarkt
In der Umfrage hoben US-Investoren zudem hervor, dass mangelnde Sicherheit, unzureichende Regulierung und geringes Bewusstsein das Wachstum des Kryptomarktes im Allgemeinen hemmen. Sie waren der Ansicht, dass mehr Transparenz und Informationen über ein Projekt Investitionen fördern könnten, insbesondere in ICO-Projekte. James Junwoo Kim, Mitgründer von Xangle, kommentierte:
„Die Ergebnisse der Umfrage bestätigten unsere Überzeugung, dass es in der Kryptoindustrie ein großes Potenzial und einen hohen Bedarf an mehr Transparenz und Sichtbarkeit für kommende Kryptoprojekte gibt, was das Vertrauen der Anleger stärken kann.“
ICOs haben sich als gängige Finanzierungsstrategie für Startups etabliert, um Kapital von der Öffentlichkeit zu generieren. Im Jahr 2017 gab es jedoch einen regelrechten ICO-Hype , der zum Platzen der Blase führte, da viele Projekte als Betrug entlarvt wurden. Dies lenkte die Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf ICOs, wie man heute beispielsweise bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) beobachten kann.

