Eine Gruppe amerikanischer Gesetzgeber hat in einem direkt an den CEO des Social-Media-Giganten, Mark Zuckerberg, gerichteten Brief ihre Besorgnis über Facebooks Libra-Initiative zum Ausdruck gebracht.
Einführung der Kryptowährung Libra zu stoppen . Laut Unternehmensangaben ist die offizielle Einführung für etwa 2020 geplant.
„Es scheint, dass diese Produkte sich für ein völlig neues globales Finanzsystem eignen, das seinen Sitz in der Schweiz hat und darauf abzielt, mit der US-Geldpolitik und dem Dollar zu konkurrieren“, schrieben die Kongressabgeordneten in dem Brief.
Sie äußerten zudem Bedenken hinsichtlich des Potenzials, das die Einführung eines solch leistungsstarken neuen Kryptonetzwerks für die globalen Wirtschaftssysteme haben könnte.
Facebook antwortete auf den Brief mit einem Kommentar, in dem sie ihre Vorfreude darauf zum Ausdruck brachten, die Gesetzgeber persönlich zu treffen und die aktuelle Problematik mit ihnen in den anstehenden Anhörungen zu erörtern.
In dem besagten Schreiben unterstrichen die Abgeordneten auch die „problematische Vergangenheit“ des Social-Media-Konzerns, einschließlich des massiven Datenlecks, das kürzlich im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals aufgedeckt worden war.
Ein mit dem Social-Media-Konzern verbundenes Unternehmen hatte seine Macht missbraucht, um während der Wahlen 2016 sensible Informationen über Millionen von Facebook-Nutzern zu erlangen.
Regierungsbeamte, die sich gegen die Aktivitäten des Social-Media-Unternehmens aussprechen, weisen darauf hin, dass der stetig wachsende Kundenstamm und die expandierenden Geschäftstätigkeiten des Unternehmens die Einführung neuerer und strengerer Regulierungsmaßnahmen erforderlich machten.
In dem oben erwähnten Schreiben betonen die Abgeordneten, wie Facebook seine Zugangswege zu fast 25 % der Weltbevölkerung ausgebaut hat. Dies bedeute ihrer Ansicht nach, dass der Social-Media-Riese seine Expansion und weitere Pläne vorübergehend einstellen müsse, bis ein geeigneter Regulierungsmechanismus geschaffen sei.
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