Berater des designierten dent Donald Trump rudern bei seinen vielbeachteten Zollplänen zurück, und der US-Dollar leidet darunter. Der Dollar-Index fiel um 0,9 % – der stärkste Rückgang seit November –, während der Euro deutlich zulegte und gegenüber dem Dollar um über 1 % stieg – der größte Gewinn seit August.
Investoren gerieten in Panik, nachdem ein Bericht der Washington Post besagte , dass Trumps weitreichende, inflationstreibende Zolldrohungen auf einen Plan reduziert werden könnten, der sich nur auf wenige „kritische Importe“ konzentriert.
Die Renditen von US-Staatsanleihen, die im Tagesverlauf gestiegen waren, gaben nach, als die Wall Street die Nachricht verarbeitete. Für eine Währung, die sich zuvor auf Erwartungen wirtschaftspolitischer Prahlerei und protektionistischer Maßnahmen gestützt hatte, war der Bericht ein schwerer Schlag. Die Möglichkeit, dass Trump seine aggressive Handelsrhetorik tatsächlich mäßigen könnte, traf die Anleger wie ein Schlag.
Trumps Fokus verlagert sich angeblich auf Schlüsselindustrien
Laut der Zeitung „The Post“ könnten mit dem neuen Plan Zölle auf Stahl, Aluminium, Kupfer und Eisen – die Lebensader der Rüstungsindustrie – erhoben werden.
Denkfabriken und Insider spekulieren, dass Trump die amerikanischen Lieferketten für militärische Ausrüstung direkt im Inland wiederaufbauen will.
Doch damit nicht genug. Angeblich stehen auch medizinische Versorgungsgüter auf dem Prüfstand. Nadeln, Ampullen, Spritzen und pharmazeutische Rohstoffe sollen Gerüchten zufolge ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.
Dann ist da noch das Thema Energie. Zölle könnten die Einfuhren von Seltenen Erden, Solarmodulen und Hochleistungsbatterien – unverzichtbare Komponenten für alles von Elektroautos bis hin zum nationalen Stromnetz – treffen.
Trump dementiert Bericht und greift Medien an
Trump, ganz in seinem Element, ließ das nicht auf sich sitzen. Auf Truth Social bezeichnete er den Bericht Washington Post dent : „Der Artikel in der Washington Post, der sich auf sogenannte anonyme Quellen beruft, die gar nicht existieren, behauptet fälschlicherweise, meine Zollpolitik werde zurückgefahren. Das ist falsch.“
Trotz aller Gegenwehr war der Schaden angerichtet. Die Stärke des US-Dollars in den vergangenen Wochen beruhte auf der Erwartung, dass Trump seine wichtigsten Handelspartner – China, die EU und andere – mit hohen, pauschalen Zöllen belegen würde.
Ein enger gefasster Ansatz? Das ist eine ganz andere Sache. Die Märkte reagierten umgehend. Yuan und Euro, Währungen, die in den letzten Monaten stark unter Druck geraten waren, erholten sich, als Händler ihre Prognosen neu ausrichteten.
Der sogenannte „Einheitsansatz“, bei dem alle Länder mit denselben Zöllen belegt würden, wird offenbar noch diskutiert. Die politischen und wirtschaftlichen Risiken sind jedoch enorm. Pauschale Zölle von 10 bis 20 Prozent könnten die Preise für alles – von Autos bis hin zutron– in die Höhe treiben und die amerikanischen Haushalte, die ohnehin schon mit der Inflation zu kämpfen haben, zusätzlich belasten.
Welthandelsexperten warnen ebenfalls. Eine universelle Zollpolitik könnte einen Dominoeffekt von Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder auslösen, das globale Wirtschaftswachstum dämpfen und die Finanzmärkte, einschließlich des Kryptomarktes, weiter destabilisieren.

