US-Aktienfonds verzeichnen seit Januar dieses Jahres Rekordzuflüsse. Laut einem Bericht von Strategen der Bank of America beliefen sich die annualisierten Zuflüsse in Aktienfonds seit Jahresbeginn auf rund 448 Milliarden US-Dollar. Diese Zuflüsse spiegeln das wachsende Vertrauen der Anleger in den US-Aktienmarkt wider.
Strategen der Bank of America veröffentlichten einen Bericht, demzufolge die Zuflüsse in US-Aktien zum Jahresende mit 448 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand erreicht haben. Dieser Wert ist doppelt so hoch wie die Zuflüsse in den Jahren 2022 und 2023 zusammen. Die Zuflüsse übertrafen damit den Rekordwert von 400 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2021.
Geldmarktfonds verzeichnen wachsendes Anlegerinteresse
Dem Bericht zufolge verzeichneten Geldmarktfonds ebenfalls eine steigende Nachfrage von Anlegern. Die Bank of America prognostizierte in dem Bericht, dass diese Finanzprodukte bis Ende des Jahres ein Volumen von über einer Billion Dollar erreichen könnten.
US-Aktien verzeichnen den größten jährlichen Zufluss ihrer Geschichte mit 448 Milliarden Dollar (und das Jahr ist noch nicht vorbei) 🚨🚨 pic.twitter.com/pRF4ht5hd2
— Barchart (@Barchart) 25. November 2024
In der Woche ab dem 3. November verzeichnete der Aktienfondsmarkt Zuflüsse in Höhe von 14,4 Milliarden US-Dollar, während der Anleihenmarkt Zuflüsse in Höhe von 9,1 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Kryptowährungen legten im gleichen Zeitraum um 900 Millionen US-Dollar zu.
Im gleichen Zeitraum verzeichneten auch andere Märkte, wie Geldmarktfonds und der Goldmarkt, negative Mittelzuflüsse. Beim Goldmarkt beliefen sich die Abflüsse auf 600 Millionen US-Dollar, bei Geldmarktfonds auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Der Bericht hob zudem hervor, dass US-Staatsanleihen in den letzten zwei Wochen mit 6,4 Milliarden US-Dollar die höchsten negativen Mittelzuflüsse seit Dezember 2023 verzeichneten.
Dem Bericht zufolge verzeichnete der Finanzsektor in den letzten vier Wochen Zuflüsse in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar. Aktien aus dem Gesundheitssektor verzeichneten hingegen die größten Abflüsse seit Dezember in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar.
US-Aktien verzeichneten die siebte Wachstumswoche in Folge mit Zuflüssen in Höhe von 16,4 Milliarden US-Dollar. Europas Verlustserie setzte sich mit Abflüssen von 3,6 Milliarden US-Dollar fort, während Aktien aus Schwellenländern die sechste Woche in Folge Abflüsse in Höhe von insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar hinnehmen mussten.
Letzte Woche riet Hartnett Anlegern, im Hinblick auf das kommende Jahr verstärkt in Aktien außerhalb der USA zu investieren. Der Analyst empfahl Aktien aus China und Europa. Der S&P 500 ist in diesem Jahr um 25 % gestiegen, nachdem er bereits im Vorjahr ähnliche Zuwächse verzeichnet hatte.
Der S&P 500 könnte im nächsten Jahr erneut einen großen zweistelligen Anstieg verzeichnen
Die Strategen der Bank of America unter der Leitung von Michael Hartnett gehen davon aus, dass der S&P 500 im Jahr 2025 erneut einen deutlichen zweistelligen Anstieg verzeichnen wird. Sie glauben, dass die sinkenden Anleiherenditen aufgrund der Inflation und die geringeren Zinssenkungen Anfang 2025 diesen Aufschwung beflügeln werden. Dies sei der entscheidende Faktor, um die Kursgewinne am Aktienmarkt zu sichern und abrupte Kurskorrekturen zu vermeiden.
Der S&P 500 notiert nahe seines Allzeithochs, befeuert durch die tron Stimmung hinsichtlich der US-Wirtschaft, den Hype um Innovationen im Bereich der künstlichen Intelligenz und die Zinssenkungen der Federal Reserve. Laut dem Kobeissi Letter setzen Anleger voll auf US-Aktien.
Strategen zufolge wäre es überraschend, wenn der Kurssturz nicht bald anhielte, da nur wenige bezweifeln, dass der designiertedentDonald Trump einen Bärenmarkt zulassen wird. Die Strategen gehen außerdem davon aus, dass die neu gewählte Trump-Regierung steigende Aktienkurse und Kryptowährungen nutzen will, um die Anleger zu beflügeln

