Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat Bedenken hinsichtlich der Risiken der Geldwäsche durch den Einsatz von Kryptowährungen geäußert. Die FINMA erwähnte dies in ihrem Risikomonitor-Bericht 2024 und wies auf die zunehmende Nutzung von Kryptowährungen, insbesondere von Stablecoins, für illegale Aktivitäten hin.
Laut der Aufsichtsbehörde birgt die Stellung der Schweiz als bedeutender Standort für die Vermögensverwaltung von Privatkunden ein hohes Risiko der Geldwäsche, insbesondere im Berichtsjahr.denteinige Risiken, wie etwa die Nichteinhaltung von Sorgfalts- und Meldepflichten, vor allem im Bereich der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung, Die FINMA stuftedentKryptowährungen jedoch als wesentliche Risikofaktoren
Es hieß:
„Die Risiken im Kryptobereich werden immer deutlicher. Kryptowährungen werden häufig bei Cyberangriffen oder als Zahlungsmittel für illegalen Handel im Darknet eingesetzt.“
Die Aufsichtsbehörde wies zudem darauf hin, dass Stablecoins häufig zur Umgehung von Sanktionen genutzt werden, und fügte hinzu, dass Finanzintermediäre, die Kryptodienstleistungen anbieten, dem größten Risiko ausgesetzt seien. Sie forderte diese Finanzinstitute daher auf, Geldwäscherisiken, die dem Ansehen des Landes schaden können, angemessen zu managen.
Krypto-Assets geraten zunehmend unter regulatorische Beobachtung
Der Bericht konzentriert sich zwar allgemein auf verschiedene Geldwäscherisiken, die Erwähnung von Kryptowährungen und Stablecoins ist jedoch keindent. Die Aufsichtsbehörde hatte Anfang des Jahres neue Richtlinien zu Stablecoin-Risiken veröffentlicht, die Emittenten verpflichten, diedentvon Token-Inhabern und wirtschaftlich Berechtigten zu bestätigen.
Der Fokus auf Krypto-Unternehmen ist nicht auf die Schweiz beschränkt. Auch Aufsichtsbehörden anderer Länder haben Kryptowährungen und Stablecoins als anfällig für Geldwäsche eingestuft. In Nigeria werfen die Behörden Kryptobörsen, insbesondere Binance, vor, Geldwäsche zu ermöglichen. Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) hat Unternehmen im Bereich virtueller Vermögenswerte ebenfalls als anfällig für Geldwäscheverstößedent.
Es gibt Berichte, wonach der Stablecoin-Emittent Tether vom US-Justizministerium wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Geldwäschebestimmungen im Zusammenhang mit dem USDT-Stablecoin untersucht wird. Das Unternehmen dementierte dies jedoch. CEO Paolo Ardoino erklärte, man arbeite weltweit aktiv mit Strafverfolgungsbehörden zusammen und wisse daher, ob das US-Justizministerium gegen Tether ermittle.
Bislang scheinen die Behörden weltweit gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, den Einsatz von Stablecoins zu regulieren. In Europa sieht das Gesetz über den Markt für Krypto-Assets (MiCA) spezifische Regelungen für Stablecoins vor, die von zahlreichen Börsen derzeit umgesetzt werden, da die Regeln bis Ende des Jahres in Kraft treten.

