Fiatgeldgedeckte, dezentrale Stablecoins in Europa stehen Berichten zufolge unter Druck aus fünf europäischen (EU-)Ländern. Mehrere europäische Staaten scheinen sich einig zu sein, dass sie ein striktes Verbot von Kryptowährungen und vermögensgedeckten digitalen Währungen erwägen.
Fünf Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Spanien, haben unterdessen die Regulierung von vermögensgedeckten digitalen Währungen gefordert. Dies bedeutet, dass Stablecoins in den 27 EU-Ländern verboten bleiben müssen, bis die regulatorischen Herausforderungen und Risiken gelöst sind.
Darüber hinaus fordern die genannten Länder, dass Stablecoins in Europa Fiatwährungen im Verhältnis 1:1 besichern. Die Sicherheiten für die Stablecoins in Europa müssen zudem bei von der Europäischen Kommission und den EU-Behörden zugelassenen Institutionen hinterlegt werden. Schließlich müssen diese Sicherheiten in europäischen Währungen hinterlegt sein.
Besorgnis über Stablecoins in Europa
Laut dem deutschen Finanzminister werden gegen private Unternehmen, die Stablecoins in Europa ohne Einhaltung der Vorschriften einsetzen, strenge Maßnahmen ergriffen. Darüber hinaus könnten Unternehmen wie Tether aufgrund der Überprüfung durch die Aufsichtsbehörde in Schwierigkeiten geraten.
Auch der französische Finanzminister Bruno Le Maire äußerte sich besorgt über dietronder Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche, da diese digitalen, dezentralen Währungen zur Unterstützung solcher Aktivitäten missbraucht werden könnten. Er bekräftigte zudem, dass nur die Europäische Zentralbank die Befugnis haben sollte, diese Währungen im Rahmen ihrer Zuständigkeit zuzulassen.
Seit November 2019 bemüht sich die Europäische Union um eine Regulierung von Kryptowährungen. Der Rat der Europäischen Union hat sich ebenfalls gegen Stablecoins ausgesprochen, solange die rechtlichen Fragen nicht geklärt sind. Trotz breiter Unterstützung können die entsprechenden Regulierungen erst diese Woche verabschiedet werden. Es zeigt sich erneut, dass die Behörden alles daran setzen, Kryptowährungen zu verbieten. Dies belegt auch die Empfehlung des Finanzstabilitätsrats ( FSB) für ein Stablecoin-Verbot in Europa Anfang des Jahres.
Können die Behörden Stablecoins in Europa kontrollieren?
Trotz der Ankündigung strenger EU-Regulierungen für Stablecoins und Kryptowährungen in Europa wurden bisher keine konkreten Maßnahmen ergriffen. Die bisherigen Hürden lassen zudem vermuten, dass die Kontrollmöglichkeiten der Europäischen Union im Bereich Kryptowährungen weiterhin unklar sind.
Beispielsweise erlauben die KYC-freien Börsen Uniswap, Bancor und nun auch Sushiden uneingeschränkten Handel mit allen ERC20-Token. Zentralisierte Börsen, Zahlungsdienstleister und Händler, die Kryptowährungen verwenden, können zwar eingeschränkt werden, doch würden dadurch Steuergelder gefährdet.
Der durchgesickerte Gesetzesentwurf legt nahe, dass Plattformen wie Facebook Libra den strengsten Regulierungsauflagen unterliegen würden. Eine endgültige Antwort wird es jedoch wohl erst geben, defi die EU die genauen Regelungen für die Region präzisiert hat.

