Die digitale Welt erlebt einen revolutionären Wandel, da die großen Social-Media-Plattformen ihren Fokus von passiven „Likes“ und „Herzen“ hin zu einer aktiveren Form der Nutzerinteraktion durch digitale Sammlung und Lesezeichen verlagern.
Spotify und Twitter sind Vorreiter dieser Bewegung. Beide Plattformen erforschen das Potenzial der Blockchain-Technologie und von Non-Fungible Tokens (NFTs), um digitale Sammlungen in ihre Dienste zu integrieren.
Spotify ändert „like“ in „collect“
Spotify ist eine der größten Musikstreaming-Plattformen der Welt mit über 356 Millionen monatlich aktiven Nutzern.
Um dem sich wandelnden Nutzerverhalten gerecht zu werden, hat Spotify die Funktion „Gefällt mir“ durch „Sammeln“ ersetzt. Damit möchte Spotify Nutzer dazu anregen, tracals digitale Güter zu betrachten, die sie sammeln können. Spotify ist überzeugt, dass das digitale Sammeln in Zukunft der wichtigste Anreiz für seine Nutzer sein könnte.
Spotify untersucht außerdem das Potenzial von NFTs, um die Einnahmen von Künstlern zu steigern und potenzieller Konkurrenz durch Krypto-Startups entgegenzuwirken. Im März kündigte das Unternehmen seine Pläne an, Blockchain-Technologie und NFTs in seinen Streaming-Dienst zu integrieren.
Zwei Stellenanzeigen lassen darauf schließen, dass das Unternehmen aktiv Mitarbeiter für die Mitarbeit an Projekten in der Frühphase im Zusammenhang mit „Web3“ sucht, einem Blockchain-basierten Netzwerk, das potenziell die Vormachtstellung der großen Technologieplattformen im Internet in Frage stellen könnte.
NFTs nutzen die Blockchain-Technologie, um das Eigentum an digitalen Vermögenswerten zu zertifizieren. Bei der Mehrheit der im letzten Jahr gehandelten NFTs handelte es sich um visuelle Kunstwerke, Spiele und Sammlerstücke.
Viele in der Kryptoindustrie glauben, dass Musik die nächste große Anwendung für NFTs sein könnte, wobei Künstler und Labels sie nutzen, um digitale Alben zu verkaufen oder Vorteile bei Konzerten freizuschalten.
Musiker wie Snoop Dogg und Steve Aoki sind zu prominenten NFT- Sammlern geworden, während Kings of Leon und Grimes NFTs ihrer Musik verkauft haben.
Twitter expandiert mit eToro-Partnerschaft in den Finanzsektor
Twitter scheint auch Möglichkeiten zur Integration der Blockchain-Technologie in seinen Dienst zu erforschen. Kürzlich hat das Unternehmen Lesezeichen öffentlich gemacht, sodass Nutzer sehen können, wie viele Personen ihre Tweets als Teil ihrer persönlichen Sammlung gespeichert haben.
Die Social-Media-Plattform ist überzeugt, dass diese neue Funktion die Nutzer dazu anregen wird, sich aktiv mit der Plattform auseinanderzusetzen, indem sie Inhalte sammeln und mit anderen teilen.
Twitter war schon immer blockchainfreundlich, insbesondere jetzt, da Elon Musk das Unternehmen leitet. Dank einer kürzlich geschlossenen Partnerschaft mit eToro, einem Social-Trading-Unternehmen, können Twitter-Nutzer nun Aktien und Kryptowährungen direkt auf der Plattform handeln.
Durch die Partnerschaft wird der Twitter- cash-Tag auf weitere Instrumente und Anlageklassen ausgeweitet, was darauf hindeutet, dass sich die Plattform in Richtung eines umfassenderen Finanzangebots entwickelt.
Der Aufstieg digitaler Sammlungen hat gezeigt, dass die Ära passiver „Likes“ und „Herzen“ vorbei ist. Soziale Medienplattformen bewegen sich hin zu einer aktiveren Form der Nutzerinteraktion durch digitale Sammlungen, wobei Spotify und Twitter eine Vorreiterrolle einnehmen.
Es wird immer deutlicher, dass die nächste Generation von Social-Media-Plattformen auf dem Sammeln digitaler Güter als Hauptanreizmechanismus basieren wird. Plattformen wie Xiaohongshu haben diesen Trend bereits umgesetzt.
Spotify und Twitter sind führend in der digitalen Sammelrevolution