Mehr als 25 % der Südkoreaner im Alter von 20 bis 50 Jahren investieren mittlerweile in digitale Vermögenswerte

- Mehr als ein Viertel der Südkoreaner im Alter von 20 bis 50 Jahren besitzen mittlerweile Kryptowährungen und möchten ihre Investitionen ausweiten.
- Bitcoin steht bei Anlegern zwar an erster Stelle, doch viele wechseln mit zunehmender Erfahrung zu Altcoins und Stablecoins.
- Große Banken bereiten die Einführung von an den Won gekoppelten Stablecoins vor, während die neue Führungsriege die Integration von Kryptowährungen unterstützt.
Laut einem neuen Bericht des Hana Institute of Finance besitzen mittlerweile über 25 % der Südkoreaner im Alter von 20 bis 50 Jahren digitale Vermögenswerte, wobei Kryptowährungen 14 % ihres gesamten Finanzportfolios ausmachen.
Dem Bericht zufolge befinden sich 31 % der Kryptowährungen im Besitz von Anlegern in den Vierzigern, 28 % in den Dreißigern und 25 % in den Fünfzigern, wodurch sich die Alterslücke beim Besitz von Kryptowährungen auf 22 % verringert.
Die meisten Anleger zwischen 50 und 59 Jahren (78 %) gaben an, in Kryptowährungen zu investieren, um Vermögen aufzubauen, und 53 % nutzen sie zur Altersvorsorge. Das Interesse ist ungebrochen: 70 % aller Befragtendentkünftig mehr in Kryptowährungen investieren. traditioneller Finanzinstituteund ein robusterer Rechtsschutz wurden als Faktoren für das gestiegene Vertrauen genannt.
Die derzeitigen Krypto-Nutzer sind überwiegend Männer in Angestelltenverhältnissen zwischen 30 und 40 Jahren. Der Berichtstellt jedoch fest, dass sich die Handelsstrategien weiterentwickeln. Häufige Krypto-Käufe stiegen um 34 % und mittelfristige Aktivitäten um 47 %. Kurzfristige Spekulationsgeschäfte gingen leicht zurück.
Bitcoin führt, aber Nutzer beginnen, ihre Anlagen zu diversifizieren
Bitcoin ist nach wie vor die beliebteste Kryptowährung, da sechs von zehn Anlegern BTC. Mit zunehmender Erfahrung investieren jedoch immer mehr Anleger auch in Altcoins und Stablecoins. NFTs und Security Token sind weiterhin unbeliebt, da neun von zehn Anlegern ausschließlich in Kryptowährungen investieren.
Bankbeschränkungen erwiesen sich als großes Problem. Sieben von zehn Anlegern gaben an, ihre Hausbank für Kryptotransaktionen zu bevorzugen, wenn sie mehrere Konten verknüpfen könnten. Derzeit ist in Südkorea nur ein Bankkonto pro Kryptobörse zulässig, was sehr restriktiv ist und die Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität einschränkt.
Die Jugendarbeitslosigkeit in Südkorea liegt derzeit bei 6,6 % und damit mehr als doppelt so hoch wie der nationale Durchschnitt. Steigende Wohnkosten und ausbleibende Lohnsteigerungen treiben junge Koreaner in risikoreiche Krypto-Investitionen. Ältere Anleger hingegen schätzen Kryptowährungen zunehmend für strukturiertes Sparen und langfristige Vermögensplanung.
KB Kookmin Bank treibt die Einreichung von Stablecoin-Anträgen voran
Die institutionellen Aktivitäten nehmen zu. Die südkoreanische KB Kookmin Bank hat kürzlich 17 Marken angemeldet, die möglicherweise mit einem zukünftigen Stablecoin-Produkt in Verbindung stehen, darunter Bezeichnungen wie KBKRW und KRWST. Beide Anmeldungen wurden beim koreanischen Amt für geistiges Eigentum (Korea Intellectual Property Rights Information Services) eingereicht und betreffen Software für virtuelle Währungen und Blockchain-basierte Systeme.
Diese Markenrechte sind Teil der umfassenderen Pläne der Bank zur Entwicklung eines nationalen Stablecoin-Konsortiums. KB gehört zu den acht großen Banken, die ein Joint Venture zur Ausgabe von an den Won gekoppelten Stablecoins. Die Initiative wird in Zusammenarbeit mit dem Korea Financial Telecommunications and Clearings Institute und der Open Blockchain and DecentraliseddentAssociation koordiniert.
Diese Schritte stehen im Einklang mit dem politischen Kurswechsel unter Präsidentdent Jae-myung, dessen Regierung die institutionelle Einführung von Kryptowährungen voraussichtlich beschleunigen wird.
Obwohl Kryptowährungen in seiner Antrittsrede nicht erwähnt wurden, plant der Ausschuss für digitale Vermögenswerte der Demokratischen Partei, regulatorische Reformen voranzutreiben und Kryptowährungen in das Finanzsystem zu integrieren. Lee wird in Südkorea für wichtige Krypto-Richtlinien verantwortlich sein, darunter die mögliche Umsetzung des Gesetzes zur Regulierung digitaler Vermögenswerte (Digital Asset Basic Act, DABA). Dieser Schritt wurde von Yoon initiiert, der sich im Wahlkampf dafür eingesetzt hatte, dessen Umsetzung er jedoch aufgrund seiner vorzeitigen Abberufung nicht mehr miterleben konnte.
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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