Die SoftBank Group streicht weltweit 20 % der Stellen beim Vision Fund, da Gründer Masayoshi Son Gelder in große Projekte im Bereich der künstlichen Intelligenz investiert, darunter ein 500 Milliarden Dollar teures US-Rechenzentrumsprojekt mit OpenAI.
Dies ist die dritte Entlassungsrunde beim Vision Fund seit 2022, erfolgt aber nach dem besten Quartal des Fonds seit über zwei Jahren. Der Schritt zeigt, dass Son sich von vielen kleineren Startup-Investitionen abwendet und sich auf große, konzentrierte KI-Projekte fokussiert.
SoftBank reduziert die Mitarbeiterzahl des Vision Fund, um den Fokus auf KI zu verstärken
Jeder fünfte der über 300 Mitarbeiter, die SoftBanks Vision Fund weltweit beschäftigt, wird aufgrund von KI seinen Arbeitsplatz verlieren. Frühere Entlassungen erfolgten, als der Fonds mit hohen Verlusten aus riskanten Investitionen in Unternehmen wie WeWork zu kämpfen hatte, die keinen langfristigen Wert lieferten. Die Gruppe musste Vermögenswerte verkaufen und ihre Aktivitäten reduzieren, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Das hat sich nun geändert, denn der Vision Fund konntetrondank Kursgewinnen bei Unternehmen wie Nvidia . Dass diese Stellenstreichungen trotz dieser starken Ergebnisse erfolgen,trondarauf hin, dass das Unternehmen langfristig Großes plant.
Ein Sprecher des Vision Fund erklärte, das Unternehmen wolle sich künftig auf „mutige, überzeugende Investitionen in KI und bahnbrechende Technologien“ konzentrieren. Dies bedeute, dass man künftig weniger Projekte mit höheren Risiken finanzieren werde. Dies unterscheide sich von der Zeit, als das Unternehmen in Hunderte von Startups investierte und versuchte, möglichst viel Wachstum zu erzielen.
Firmengründer Masayoshi Son erklärte sogar, die Zukunft des Unternehmens hänge von KI ab und er wolle mehr Personal, Zeit und Geld in diesen Bereich investieren. Bei den Maßnahmen gehe es nicht nur um Kosteneinsparungen, sondern auch darum, den Vision Fund auf eine neue Rolle im Bereich KI vorzubereiten und seine Position als einer der einflussreichsten Investmentfonds weltweit wiederherzustellen.
Son leitet 500-Milliarden-Dollar-Investition in Rechenzentren und KI-Modelle
Masayoshi Son kündigte das 500 Milliarden Dollar schwere Projekt „Stargate“ an, mit dem ein großes Netzwerk von Rechenzentren in den USA aufgebaut werden soll. Das Unternehmen plant, mit OpenAI zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Rechenzentren die enorme Rechenleistung bereitstellen können, die moderne Systeme der künstlichen Intelligenz benötigen.
SoftBank hat ebenfalls beträchtliche Summen in OpenAI investiert. Der Vision Fund investierte über seinen zweiten Fonds (Vision Fund 2) 9,7 Milliarden US-Dollar in OpenAI (mit einem Gesamtvermögen von rund 65,8 Milliarden US-Dollar). Son ist überzeugt, dass OpenAI und seine grundlegenden Modelle zahlreiche Branchen transformieren und völlig neue, bisher unbekannte Märkte schaffen werden.
Son möchte außerdem ein Ökosystem mit KI-Chips aufbauen, die Rechenleistung bereitstellen, und mit Rechenzentren, die die Modelle und die Basismodelle für die Anwendungen hosten. SoftBank hat in Chipdesign-Unternehmen wie Graphcore und Ampere Computing investiert und Anteile an Unternehmen wie Intel und Nvidia erworben, um Zugang zu den fortschrittlichsten Chips zu erhalten. Zudem besitzt SoftBank mit Arm ein eigenes Chipdesign-Unternehmen, dessen Technologie in Milliarden von Geräten weltweit zum Einsatz kommt.
Sons Vision birgt weiterhin Risiken, da das Stargate-Projekt in den USA erhebliche finanzielle Mittel, Land, Energie und fortschrittliche Technologie benötigt. Berichten zufolge kommt es bereits zu Verzögerungen. Auch ein ähnliches Gemeinschaftsprojekt in Japan mit OpenAI hatte mit Problemen zu kämpfen. Diese Verzögerungen zeigen, dass selbst ein so erfahrenes und finanzstarkes Unternehmen wie SoftBank mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert werden kann, die den Fortschritt verlangsamen.
Die Finanzführung von SoftBank hat versucht, die Investoren davon zu überzeugen, dass das Unternehmen stets auf solche Herausforderungen vorbereitet sei. Finanzvorstand Yoshimitsu Goto erklärte, SoftBank verfüge über cash in Höhe von rund 4 Billionen Yen (etwa 27 Milliarden US-Dollar), die für Investitionen in neue Projekte bereitstehen und gleichzeitig ausreichend Reserven für eventuelle Verzögerungen vorsehen.

