Zusammenfassung (TL;DR)
- Krypto-Investmentfirmen geraten nach Fehlverwaltung von Anlegergeldern in Schwierigkeiten
- CEO Govil soll angeblich Investorengelder für persönliche Zwecke veruntreut haben
- Govil weist alle von der SEC gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück
Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Krypto-Investmentfirmen Cemtrex Inc. und Telidyne Inc. wegen mutmaßlichen Anlegerbetrugs angeklagt. Beide Firmen werden von Aron Govil kontrolliert.
Unter den zahlreichen Anschuldigungen der SEC heißt es unter anderem, dass Govil die Anleger absichtlich in die Irre geführt habe, indem er sich hinter falschen Vorwänden bezüglich der Produkte des Unternehmens versteckt habe.
Die SEC warf Govil vor, fälschlicherweise behauptet zu haben, Teledyne habe die „Teli App“ entwickelt, mit der Nutzer Kryptowährungen über ihre Mobiltelefone abwickeln könnten. Darüber hinaus soll das Unternehmen fälschlicherweise behauptet haben, an einer App zur Erkennung von COVID-19 zu arbeiten.
Die US-Aufsichtsbehörde hat eines der „Krypto-Investment“-Unternehmen wegen des Vorwurfs verurteilt, dass die von dem Unternehmen angeblich entwickelte Teli-App keinerlei Krypto-Funktionalität aufwies. Das Unternehmen log außerdem über die Entwicklung einer App zur Erkennung von COVID-19.
„Diese Aussagen seien angeblich falsch, da die Teli-App nicht über die angegebene Kryptowährungsfunktionalität verfüge und Telidyne noch nicht mit der Arbeit an der COVID-19-Erkennungs-App begonnen habe“, stellte die SEC in ihrer Pressemitteilung fest.
Die andere Tochtergesellschaft der angeblichen Krypto-Investmentfirmen, Cemtrex Inc., veruntreute zwischen 2016 und 2018 mehr als 7 Millionen US-Dollar an Anlegergeldern. Govil, der CEO des Unternehmens, soll diese Gelder für private Zwecke abgezweigt haben. Ihm wird außerdem vorgeworfen, heimlich Aktien des Unternehmens verkauft zu haben, indem er Promotoren bezahlte, um die Aktien an Kleinanleger zu vermarkten.
Die SEC äußert sich zu Krypto-Investmentfirmen
Richard R. Best, Direktor des New Yorker Regionalbüros der SEC, erklärte zu den gegen die beiden Kryptofirmen erhobenen Vorwürfen, Govil habe den Markt mit zahlreichen Empfehlungen für Cemtrex-Aktien überschwemmt. Zudem habe er falsche Angaben zur Entwicklung einer mobilen App gemacht, die Kryptofunktionen bieten und bei der Erkennung des Coronavirus helfen sollte.
Der SEC -Beamte gab an, er habe populäre Markttrends wie Kryptowährungen und COVID-19 für persönliche finanzielle Vorteile ausgenutzt.
Er riet Anlegern, bei Online-Empfehlungen Vorsicht walten zu lassen, insbesondere wenn diese aus Kreisen stammen, die nicht als Quelle für die Nutzung von Markttrends anerkannt sind.
Govil hat jedoch alle von den Aufsichtsbehörden erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Er hat sich bisher nicht zu allen mündlich gegen ihn erhobenen Anschuldigungen geäußert.

