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Die SEC führt eine monatliche Berichtspflicht für Investmentfonds und ETFs ein

In diesem Beitrag:

  • Die SEC verlangt nun von Investmentfonds und ETFs, dass sie ihre Portfoliobestände monatlich melden.
  • Die neue Regel gilt für BTC- und ETH-ETFs, was bedeutet, dass Anleger zeitnahe Aktualisierungen erhalten.
  • Kleinere Fonds haben bis Mai 2026 Zeit, die Vorgaben zu erfüllen, was sich jedoch für kleinere Krypto-ETFs als schwierig erweisen könnte.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die Investmentwelt mit einer brisanten Ankündigung erschüttert. Ab sofort müssen Investmentfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) monatlich ihre Portfoliobestände offenlegen. 

Ganz genau – Schluss mit dem dreimonatigen Warten, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt. Die SEC hat erklärt, dass es bei dieser Regeländerung darum geht, Anlegern ein klareres Bild von den Vorgängen in ihren Anlagen zu vermitteln.

Die Regulierungsbehörde hatte eigentlich größere Pläne, entschied sich aber, diese zurückzuschrauben. Ursprünglich waren strenge Regulierungen gegen Kursschwankungen geplant. Nach massivem Widerstand vonseiten der Wall-Street-Größen beschloss man jedoch, die Pläne zu reduzieren und sich auf das zu konzentrieren, was tatsächlich umsetzbar war.

Statt dieser strengeren Regeln geben sie jetzt nur noch Ratschläge, wie man mit den bereits bestehenden Regeln umgehen kann.

Neue Regeln werden mehr Probleme mit sich bringen

Was bedeutet das nun alles? Zunächst einmal stimmte die fünfköpfige SEC-Kommission mit 3:2 Stimmen entlang der Parteilinien ab. Nicht alle sind damit einverstanden. Die Republikaner in der Kommission waren alles andere als begeistert und argumentierten, dass die Kosten für die Fonds jeglichen Nutzen für Anleger oder gar die SEC selbst überwiegen würden. 

Sie befürchten, dass dies nur eine weitere bürokratische Hürde darstellt, die zusätzliche Kosten und Probleme verursacht. Doch SEC-Chef Gary Gensler lässt das nicht zu. Er setzt sich mit Nachdruck dafür ein. 

Siehe auch:  Thailands SEC bereitet neue Vorschriften zur Unterstützung von Krypto-ETFs vor

Gensler behauptet, dass monatliche Bestandsaktualisierungen Anlegern helfen, ihre Anlagen besser im Blick zu behalten und unerwünschte Überraschungen zu vermeiden. In seinen eigenen Worten:

„Falls wir noch einer Erinnerung bedürfen: Die letzten Jahre waren geprägt von Marktstörungen als Reaktion auf den Ausbruch von COVID-19, Kriege im Ausland und große Bankenpleiten.“

Was das für Bitcoin und Ethereum -ETFs bedeutet

Kommen wir nun zu Kryptowährungen, denn darum geht es uns ja schließlich. Die neuen Regeln bedeuten auch häufigere Berichtspflichten für ETFs, die Bitcoin und Ethereumhalten. Das ist tatsächlich eine wichtige Neuerung. Anleger dieser Krypto-ETFs erhalten dadurch einen besseren Einblick in die Vorgänge innerhalb dieser Fonds. 

Sie müssen nicht mehr monatelang warten, um zu erfahren, ob Ihr Fondsmanager bitcoin gekauft oder sein gesamtes ethereumverkauft hat. Sie erhalten monatlich die wichtigsten Informationen – ein äußerst hilfreicher Vorteil in einem so schnelllebigen Markt wie dem Kryptomarkt.

Die neuen SEC-Regeln treten für die meisten Fonds im November in Kraft, gewähren kleineren Fonds – solchen mit einem Vermögen von unter einer Milliarde Dollar – jedoch etwas mehr Zeit. Sie haben bis Mai 2026 Zeit. 

Und seien wir ehrlich, das könnte für kleinere ETFs ein echtes Problem darstellen. Sie werden ihre Berichtssysteme grundlegend überarbeiten müssen, und das ist weder billig noch einfach. Sie könnten Schwierigkeiten haben, mit diesen neuen Anforderungen Schritt zu halten.

Siehe auch:  Die SEC-Untersuchung gegen Binance wurde 2020 eingeleitet, wie aus aktuellen Gerichtsakten hervorgeht.

Und hier noch ein Denkanstoß: Die neuen SEC-Regeln könnten die Behörde bei der Zulassung neuer Krypto-ETFs etwas vorsichtiger machen. Es geht zwar um Risikominimierung, aber das könnte auch bedeuten, dass Anleger, die über einen ETF in Kryptowährungen investieren möchten, weniger Auswahl haben.

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