Die SEC hat entschieden, dass die von Green United LLC verkauften Krypto-Mining-Geräte Wertpapiere sind.
Green United konnte ein Bundesgericht nicht davon überzeugen, die von der SEC angestrengte Zivilklage wegen Betrugs abzuweisen, in der dem Unternehmen vorgeworfen wurde, Anleger irregeführt zu haben.
In der Klage wird behauptet, dass die Mining-Hardware des Unternehmens, bekannt als „Green Boxes“, Teil eines Wertpapiergeschäfts war.
Der mutmaßliche Betrug
Die Geräte wurden zusammen mit Hosting-Vereinbarungen verkauft, in denen das Unternehmen die Green Boxes für die Investoren betreiben und ihnen hohe Renditen versprechen würde.
Das US-Bezirksgericht für den Bezirk Utah unter Vorsitz von Richterin Ann Marie McIff Allen stimmte der SEC zu.
Allen erklärte, die SEC habe erfolgreich argumentiert, dass diese Green Boxes zusammen mit den Hosting-Vereinbarungen Wertpapiere im rechtlichen Sinne darstellten.
Die US-Börsenaufsicht SEC wirft Green United Betrug an seinen Anlegern vor. Laut SEC hat Green United entgegen den Versprechungen gegenüber den Anlegern mit seinen Geräten tatsächlich keine digitalen Token geschürft.
Das Unternehmen sammelte 18 Millionen Dollar von Anlegern ein, die auf Gewinne durch das Mining von Kryptowährungen hofften. Anstatt diese Versprechen einzulösen, kaufte es nicht geschürfte Token auf und zahlte sie auf die Konten der Anleger ein.
Dies geschah angeblich, um einen erfolgreichen Mining-Vorgang vorzutäuschen. Die geschürfte Währung, genannt „GREEN“, hatte laut SEC keinen realen Wert.
Es wurde auf keinem Sekundärmarkt gehandelt und war daher wertlos. Diese Betrugsmasche ist in letzter Zeit bei den Durchsetzungsmaßnahmen der SEC häufiger geworden, da betrügerische Aktivitäten unter dem Deckmantel von Kryptowährungen getarnt werden.
Green United weist die Behauptungen der SEC zurück und erklärt, kein Anleger habe Geld verloren
Als Reaktion auf die Behauptungen der SEC wehrte sich Green United und erklärte, dass kein Anleger Geld verloren habe und die Anschuldigungen der SEC unbegründet seien.
Das Unternehmen argumentierte, die SEC versuche, das Gesetz umzuschreiben, indem sie Hosted Mining als Wertpapier einstufe, was ihrer Ansicht nach auch bei börsennotierten Unternehmen gängige Praxis sei.
Die Klage der SEC basiert auf dem Howey-Test, einem Rechtsstandard zur Bestimmung, ob es sich bei etwas um ein Wertpapier handelt. Dieser Test geht auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1946 im Fall SEC gegen WJ Howey Co. zurück.
Die Frage ist, ob ein Investor Geld in ein „gemeinsames Unternehmen“ investiert, in der Erwartung, durch die Bemühungen anderer Gewinne zu erzielen.
Die SEC behauptet, dass das Geschäftsmodell von Green United perfekt zu dieser defipasst.

