Der russische Oberste Gerichtshof hat am Dienstag in einem historischen Urteil einige Unklarheiten bezüglich der Verwendung von Kryptowährungen und des Diebstahls digitaler Vermögenswerte beseitigt. Medienberichten zufolge hat das Gericht Änderungen des Geldwäschegesetzes zugunsten von Kryptowährungen angeordnet.
Die besagte Gesetzesänderung würde Hacking und Diebstahl von Kryptowährungen unter Strafe stellen. Zum Zeitpunkt der letzten Gesetzesänderung waren Kryptowährungen weder so bekannt und weltweit so akzeptiert wie heute, noch hatten sie den Wert erreicht, den sie seit der letzten Änderung im Jahr 2015 erzielt haben.
Der russische Richter Alexandar Chervotkin äußerte, dass die Entscheidung aufgrund der Popularität und der breiten Akzeptanz der Währungen auf globaler Ebene nun erleichtert worden sei.
Die Anordnung würde auch die illegale Nutzung von Kryptowährungen als Geldwäsche einstufen, und die schuldig gesprochene Person würde nach dem gleichen Gesetz behandelt. Die Regelung folgt auf die Entscheidung der russischen Financial Action Task Force (FATF), das Geldwäschegesetz des Landes auch auf Kryptowährungen anzuwenden.
Mit dem neuen Gerichtsbeschluss hat der Oberste Gerichtshof die Grundlage geschaffen, dass jeder Diebstahl von Kryptowährungen oder der illegale Umtausch von Kryptowährungen in Fiatgeld unter Strafe gestellt wird. Für eine Verurteilung ist jedoch weiterhin ein Gerichtsverfahren erforderlich.
Die meisten russischen Regierungsbeamten haben sich in den letzten Jahren kritisch gegenüber Kryptowährungen geäußert. Die Banken und Finanzinstitute zeigten sich jedoch etwas kulanter und erklärten, die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Währung und die entsprechenden Regulierungen liege bei den Gesetzgebern und anderen zuständigen Behörden.
Krypto-Regulierungen zum Schutz vor Kryptodiebstahl in Russland