Laut einem aktuellen Bericht erwägt das russische Finanzministerium die Zulassung des Handels mit digitalen Währungen. In den kommenden Wochen wird das russische Parlament voraussichtlich den wichtigsten russischen Kryptogesetzentwurf „Über digitale Finanzanlagen (DFA)“ verabschieden.
Am 22. Mai 2018 wurde der Gesetzentwurf Nr. 419059-7 „Über digitale Finanzanlagen“ in der Staatsduma, dem russischen Parlament, eingebracht. Das Dokument erläutert Finanzanlagen, die mithilfe digitaler Technologien und Informationstechnologie emittiert oder geschaffen werden.
Der stellvertretende Finanzminister Alexei Moiseyev erklärte, dass das russische Finanzministerium zwar noch keinen Konsens erzielt habe, es aber die Möglichkeit bestehe, den Handel mit Kryptowährungen zuzulassen.
Darüber hinaus erklärte er, dass die Gesetzgebung für ICOs auch vom Finanzministerium verabschiedet worden sei und Teil des russischen Crowdfunding-Gesetzes sein werde.
Zuvor hatte die Russische Föderation im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, das die Verwendung von Krypto-Assets als Zahlungsmittel untersagte.
Der Vorsitzende des Finanzmarktausschusses der Duma, Anatoli Aksakow, erklärte, die Verzögerung der Entscheidung deute auf Kompromissbereitschaft hin. Er führte weiter aus, die Financial Action Task Force (FATF) habe Russland empfohlen, bis Ende 2019 ein Gesetz zur Regulierung des Umlaufs digitaler Währungen zu verabschieden.
Russland zählt bisher zu den Ländern mit den strengsten Richtlinien für Kryptowährungen. Obwohl es in den höchsten politischen Kreisen sowohl positive als auch negative Meinungen dazu gibt, ist das Land bestrebt, die meisten Kryptowährungen fernzuhalten.
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