REX Shares und Osprey Funds haben 21 Anträge für einzelne Krypto-ETFs bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereicht. Die Anträge umfassen große Token wie Cardano (ADA), Stellar (XLM), Sui (SUI) und Hype (HYPE).
Im Gegensatz zu Spot-Produkten nutzen viele dieser Anmeldungen Staking-Mechanismen. Dadurch können sie nicht nur die Kursentwicklung der Token beobachten, sondern auch Belohnungen aus gestakten Vermögenswerten erhalten. Token wie ADA, AVAX, DOT , NEAR, SEI, SUI, TAO und HYPE werden gestakt. Diese Entscheidung folgt dem Erfolg des Solana Staking ETF von REX-Osprey tron verzeichnete und weitere Anmeldungen für Multi-Coin-Token inspirierte.
Die Anmeldungen unterstellen Tochtergesellschaften auf den Kaimaninseln auch US-amerikanischen Regulierungs- und Steuerbestimmungen. Diese Offshore-Gesellschaften ermöglichen es Managern, weiterhin in digitale Vermögenswerte zu investieren und gleichzeitig ihren Status als regulierte Investmentgesellschaft zu behalten. Über die US-Märkte hinaus deuten die Dokumente darauf hin, dass bis zu 40 % des Vermögens in im Ausland notierte ETPs, wie sie beispielsweise von 21Shares, CoinShares und Valour angeboten werden, angelegt sein könnten.
SEC-Genehmigungsverfahren
Die Einreichungen erfolgen zeitgleich mit der kürzlich erfolgten Veröffentlichung neuer Börsenzulassungsstandards für rohstoffbasierte Trust-Anteile durch die SEC. Diese Anpassung verkürzt die Zulassungsdauer von ETFs erheblich, da das komplexere Verfahren nach Paragraph 19b-4 entfällt. Dutzende Krypto-bezogene Anträge könnten nun deutlich schneller als nach den alten Regeln den Handelsstatus erreichen.
Ein reibungsloser Ablauf ist jedoch nicht immer gewährleistet. Aufgrund der Haushaltssperre des US-Kongresses arbeitet die SEC derzeit mit reduziertem Personal. Ohne klare Vorgaben der SEC-Führung ist mit ETF-Zulassungen erst nach Wiederaufnahme der Regierungsgeschäfte zu rechnen. Diese Verzögerung könnte sich auf die neuen REX-Osprey-Produkte und andere Anträge mit nahenden Fristen auswirken.
Die Fristen im Oktober setzen die SEC unter Druck
Der Oktober 2025 dürfte ein entscheidender Monat für die Kryptomärkte werden. Die SEC hat die endgültigen Fristen für 16 ETF-Anträge festgelegt, darunter mehrere für alternative Kryptowährungen neben Bitcoin und Ether. Die Anträge für Solana, XRP und Litecoin zeigen, wie der Markt sich in Richtung einer umfassenderen Abdeckung digitaler Vermögenswerte entwickelt.
Am 17. September stimmte die SEC für die Genehmigung neuer „generischer Notierungsstandards“ für börsengehandelte Produkte, die an Spot-Rohstoffe, einschließlich Kryptowährungen, gekoppelt sind. Analysten sehen darin einen wichtigen Schritt, der die ETF-Zulassung beschleunigen könnte. Durch den Wegfall der Notwendigkeit von Einzelfallanpassungen der Regeln sollen die Standards die Integration von Kryptowährungen in gängige Finanzprodukte beschleunigen.
Branchenkenner weisen darauf hin, dass die aktuelle Abschaltung ähnlichen Fällen in der Vergangenheit ähnelt, beispielsweise der über einen Monat andauernden Abschaltung im Jahr 2018. Die damalige Untätigkeit der Regulierungsbehörden gilt trotz der Nachfrage von Anlegern alsdent für verzögerte ETF-Launches.

