Playboy wirft kanadischem Blockchain-Unternehmen Betrug undtracvor
Der Herausgeber des Erwachsenenmagazins Playboy hat Anfang August 2018 Klage gegen das kanadische Blockchain-Startup Global Blockchain Technologies (GBT) wegen angeblichen Betrugs undtraceingereicht. Die Klage wurde beim Superior Court in Los Angeles eingereicht.
Laut den Gerichtsakten wirft Playboy GBT vor, die im März unterzeichnete Absichtserklärung nicht eingehalten zu haben. Gemäß dieser Vereinbarung sollte GBT den Verlag bei der Integration des Vice Industry Token (VIT) in seine Plattformen unterstützen. Mit diesem Token sollen Playboy-Nutzer für das Schreiben von Kommentaren, das Ansehen von Videos und das Bewerten von Inhalten belohnt werden.
Weitere Fakten zum Fall
Laut der Vereinbarung sollte GBT Playboy kostenlosen technischen Support leisten und im Gegenzug 4 Millionen US-Dollar Lizenzgebühr für die Nutzung der Marke Playboy in eigenen Werbematerialien zahlen. Das Startup sollte außerdem die Website von VIT umgestalten, um sie allgemeiner auf Video und Unterhaltung auszurichten und ihr pornografisches Image zu beseitigen.
Playboy behauptete, das Startup habe keinerlei Unterstützungsleistungen für die Nutzung von VIT erbracht, die VIT-Website nicht umbenannt und die am 16. Juli fällige Lizenzgebühr nicht bezahlt. Das Unternehmen warf GBT außerdem vor, die Marke Playboy für die Investorensuchetracund absichtlich behauptet zu haben, alle Projekte lägen „im Zeitplan“
Playboy hat jedoch nicht angegeben, welchen Schadensersatz es in dem Fall fordert.
In einem E-Mail-Interview mit Coindeskdent Shidan Gouran, Präsident von GBT, die Behauptungen von Playboy zurück. Er fügte hinzu, das Unternehmen sei bereit, sich gegen jegliche „unsinnige“ Klagen energisch zu verteidigen. Er lehnte es jedoch ab, Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand der VIT-Wallet preiszugeben.
Bis Redaktionsschluss gaben Vertreter von Playboy keine Stellungnahme zu Gourans Äußerungen ab.

