Pi Network hat seinen lang erwarteten Fahrplan für die Mainnet-Migration vorgestellt. Im Zuge der ersten Phase werden Millionen von Nutzern – sogenannte Pioniere – in das offene Netzwerk wechseln. Der Plan sieht außerdem neue Anreize vor, darunter Empfehlungsprämien für verifizierte Nutzer.
Der Sender nannte jedoch keine voraussichtlichen Termine oder Zeitpläne . Dies hat viele der anfänglichen Unterstützer verärgert und verunsichert.
Dem Fahrplan zufolge erfolgt die Migration in drei Hauptphasen. Zunächst werden die ersten Migrationen von Raspberry Pi durchgeführt. Dies umfasst bestätigte Mining-Belohnungen, Sicherheitskreis-Belohnungen, Sperrboni, App-Nutzungsboni und für einige Nutzer bestätigte Node-Belohnungen.
Zweitens werden Empfehlungsprämien eingeführt. Dies gilt jedoch nur, wenn die Empfehlungen die KYC- Prüfung (Know Your Customer) durchlaufen haben. Die zweite Phase wird eingeleitet, sobald die Migration der aktuellen Kin-Drive-Version abgeschlossen ist.
Endlich Pi regelmäßige Migrationen in einem kontinuierlichen Zeitrahmen durchführen. Das Team gibt an, dass dies monatlich oder vierteljährlich geschehen könnte. Ein konkreter Zeitplan wurde jedoch erneut nicht genannt.
Die Gemeinde weist auf Lücken hin und äußert Bedenken
Mehrere fehlende Details beunruhigen viele Pioniere. Berichten zufolge haben einige Node-Betreiber Belohnungen erhalten. Es bleibt jedoch unklar, wem diese Zahlungen zustehen und warum. Ohne faire Regeln befürchten die frühen Node-Betreiber, leer auszugehen.
Währenddessen klicken einige Nutzer pflichtbewusst täglich auf den „Anfordern“-Button, sind aber überrascht, ihre Coins nicht zu erhalten. Sie fragen sich, wann die Basisprämien und Empfehlungsboni endlich gutgeschrieben werden.
Die Benutzeroberfläche gibt ebenfalls Anlass zur Sorge. Im Fahrplan wird eingeräumt, dass der angezeigte „Übertragbare Betrag“ geringer sein könnte als der tatsächliche Betrag. Dies hat bei vielen der Pioniere die Befürchtung geweckt, dass ihre echten Pi-Coins lediglich versteckt oder verzögert werden.
Das Netzwerk bietet Kunden keine sichtbare Lösung zur Fehlerkorrektur in ihren Mining-Aufzeichnungen, was die Besorgnis verstärkt. Konflikte nach sechs Jahren Mining-Betrieb sind unvermeidlich, doch die Roadmap gibt keine Auskunft darüber, wie diese Probleme gelöst werden können.
Nutzer drängen inmitten anhaltender Unsicherheit auf Antworten
Der Plan ist zwar gut strukturiert, doch die fehlenden konkreten Zeitvorgaben beunruhigen einige Pioniere. Zusätzlich zur Unsicherheit trägt die Unklarheit darüber bei, wie viele Nutzer aktuell auf der Migrationsliste stehen und wie hoch die tägliche Migrationskapazität des Netzwerks ist
Darüber hinaus räumt die Roadmap ein, dass die Anzeige des „Übertragbaren Guthabens“ in der Benutzeroberfläche die migrierten Beträge aus Ressourcengründen unterschätzt. Nutzer befürchten, dass diese pessimistische Darstellung das Vertrauen untergraben könnte, wenn ihre tatsächlichen Guthaben verborgen bleiben.
Ein frustriertes Community-Mitglied stellte infrage, ob Pi Network jemals eine echte Blockchain besessen habe. Man habe geglaubt, PI-Coins zu schürfen und dass die Sicherheitskreise den Konsensmechanismus bildeten. Nun scheine es jedoch, als gäbe es überhaupt keine Blockchain, und man frage sich, welches Blockchain-Protokoll die Ausgabe aller Token bei Genesis erfordern würde
Bei der zeitlichen Abfolge wird auch nicht berücksichtigt, wie viele Token-Freigabeereignisse mit Migrationswellen zusammenfallen – z. B. die rund 108,9 Millionen PI-Token, die in diesem Monat freigegeben wurden.
Einige Pioniere haben Zweifel an der Gründungsgeschichte des Projekts geäußert und angemerkt, dass Pis Behauptung, „alle Token seien bei der Entstehung geprägt worden“, im Widerspruch zu sechs Jahren „Mining“ stehe. Diese Diskrepanz wirft die Frage auf, ob Pi jemals auf einem tatsächlichen Blockchain-Protokoll lief.

