Pakistan und Kirgisistan haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit bei Krypto- und Blockchain-Innovationen zu vertiefen. Berichten zufolge beabsichtigen beide Länder zudem, in Bereichen wie Blockchain-Technologie und digitalem Finanzwesen verstärkt auf bilaterale Kooperation zu setzen.
Die Zusammenarbeit wurde in einer hochrangigen virtuellen Sitzung zwischen Bilal Bin Saqib, dem pakistanischen, und Farkhat Aminov, dem Direktor der Nationalen Investitionsagentur Kirgisistans, vereinbart.
Während des Treffens führten beide Seiten ausführliche Gespräche über digitale Finanzen, regulatorische Rahmenbedingungen und Blockchain-Innovationen. Sie erörterten außerdem die Bedeutung des Austauschs von Wissen, Expertise und bewährten Verfahren zur Förderung des Wachstums ihrer digitalen Wirtschaften.
Pakistan setzt seine Bemühungen im Kryptosektor fort
Laut lokalen Berichtenlobte Bilal Bin Saqib während des Treffens Kirgisistans Vorreiterrolle bei Innovationen im Bereich digitaler Vermögenswerte und bekundete Pakistans Interesse an der Entwicklung einer gemeinsamen Regulierungsstruktur. Er betonte zudem Pakistans Interesse an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Kirgisistan im Technologiebereich und schlug eine Absichtserklärung (MoU) zur Etablierung einer formellen Partnerschaft im Kryptosektor vor.
Pakistan treibt seine Bemühungen im Kryptosektor weiter voran, und die jüngsten Entwicklungen in Kirgisistan unterstreichen das große Engagement des Landes in diesem Bereich. Dort wurde der Pakistan Crypto Council, eine Abteilung, die mit der Regulierung und Integration der Blockchain-Technologie in den pakistanischen Finanzsektor beauftragt ist.
Die Gründung des Rates erfolgte nach der Ernennung von Bilal Bin Saqib zum Sonderberater des Finanzministers Muhammed Aurangzeb. Bin Saqib wurde anschließend zum CEO des Rates ernannt, während Aurangzeb den Vorsitz des Krypto-Rates übernahm.
Gleichzeitig bekräftigten beide Länder ihr Engagement für den Aufbau einer sicheren, transparenten und zukunftsfähigen digitalen Wirtschaft und stellten fest, dass die Zusammenarbeit die Integration von Blockchain und digitalem Finanzwesen in Zentral- und Südasien verbessern könnte.
Pakistan dehnt seinen Einfluss auf Zentralasien aus
Diese jüngste Entwicklung folgt auf die Bekanntgabe des pakistanischen Presseinformationsamtes, dass beide Länder mehrere Protokolle und Absichtserklärungen zur Vertiefung der wirtschaftlichen und technischen Zusammenarbeit unterzeichnet haben, wodurch das bilaterale Handelsvolumen auf 100 Millionen US-Dollar anstieg. Die Erklärung erfolgte im Anschluss an die 5. Sitzung der pakistanisch-kirgisischen Regierungskommission für Handel, wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit in Islamabad.
„Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, den bilateralen Handel zu stärken und das Handelsvolumen auf 100 Millionen US-Dollar zu steigern“, hieß es in der Erklärung der pakistanischen Handelskammer. „Sie vereinbarten, an der Diversifizierung von Exporten und Importen zu arbeiten, den pakistanisch-kirgisischen Wirtschaftsrat wiederzubeleben und Wirtschaftsforen, Messen und B2B-Veranstaltungen zu organisieren.“
Diese Entwicklung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Pakistan versucht, seine strategische geopolitische Lage angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs zu nutzen, um seine Rolle als wichtiger Handels- und Transitknotenpunkt auszubauen. Das Land beabsichtigt, das Binnenland Zentralasien mit dem Rest der Welt zu verbinden und hat in den letzten Monaten zahlreiche Besuche, Investitionsgespräche und wirtschaftliche Aktivitäten mit anderen zentralasiatischen Staaten durchgeführt.
„Im Mittelpunkt der Gespräche stand auch die Verbesserung der regionalen Vernetzung durch Logistik und Transport. Beide Seiten vereinbarten, die Zusammenarbeit in den Bereichen Postdienste, Güter- und Schienenverkehr sowie Zivilluftfahrt zu vertiefen“, so die PID. „Beide Länder unterstrichen die Bedeutung einer verstärkten finanziellen Zusammenarbeit. Die Zentralbanken beider Länder vereinbarten, bei der Entwicklung islamischer Bank- und Finanzinstrumente zusammenzuarbeiten, einschließlich Schulungsprogrammen über das pakistanische Nationale Institut für Bankwesen und Finanzen.“

