Um die Landschaft des emissionsfreien Bauens zu verändern, gibt die Universität Oxford ihre Zusammenarbeit mit dem ZEBAI-Projekt bekannt, einer wegweisenden Initiative, die mit 3,8 Millionen Euro aus dem Horizon-Programm der Europäischen Kommission gefördert wird. Das von der Polytechnischen Universität Madrid geleitete Projekt hat zum Ziel, den Umgang der Baubranche mit CO₂-Emissionen durch die Etablierung von Demonstrationsprojekten in vier Ländern grundlegend zu verändern.
Revolutionierung des Gebäudedesigns durch Innovation
Das ZEBAI-Projekt widmet sich der dringenden Notwendigkeit der Dekarbonisierung im Bauwesen, das einen erheblichen Anteil der globalen CO₂-Emissionen verursacht. Über 18 akademische Institute aus sieben europäischen Ländern arbeiten bei ZEBAI zusammen, um mithilfe modernster Technologien und Methoden den CO₂-Fußabdruck von Gebäuden deutlich zu reduzieren.
An der Universität Oxford spielen die Fachbereiche Ingenieurwissenschaften und Physik eine zentrale Rolle im ZEBAI-Projekt. Ihr Fokus liegt auf der Charakterisierung und Modellierung des Materialverhaltens unter dem Einfluss von Temperatur und mechanischen Kräften. Durch die Integration künstlicher Intelligenz (KI) in die Auswahl lokal verfügbarer Baumaterialien will das Team die Materialwahl an die jeweiligen Umgebungsbedingungen anpassen.
Optimierung der Materialauswahl und der Konstruktionsprozesse
Die Professoren Sonia Antoranz Contera und Antoine Jérusalem sowie der Industriepartner Lurtis Ltd. werden KI-Modellierung in den Materialauswahlprozess integrieren. Dieser innovative Ansatz wird den Designprozess optimieren, ihn effizienter und benutzerfreundlicher gestalten und gleichzeitig Kosteneffizienz gewährleisten sowie Umweltziele erreichen.
Professor Jérusalem betont das Potenzial des Projekts, die Grenzen der Energieeffizienz zukünftiger Bauwerke durch die Kombination modernster Mechanik mit KI-Technologien zu erweitern. Die an der Universität Oxford durchgeführte Forschung wird direkt zu den Kernzielen von ZEBAI beitragen, darunter die Optimierung von Materialien für unterschiedliche Umgebungen sowie die Gewährleistung von Kosteneffizienz und ökologischer Nachhaltigkeit.
ZEBAI hat sich zum Ziel gesetzt, die Planung emissionsfreier Gebäude durch eine umfassende Methodik zu revolutionieren, die Analysen, Entscheidungsprozesse und ganzheitliche Bewertungen integriert. Durch den Aufbau einer Datenbank mit genau charakterisierten Materialien und die Bewertung der Gebäudeperformance in verschiedenen Klimazonen will das Projekt den CO₂-Fußabdruck zukünftiger Gebäude signifikant reduzieren.
Testfälle in vier Ländern
Das Projekt wird Demonstrationsprojekte in der Ukraine, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden durchführen, die als Testfälle dienen, um die Leistungsfähigkeit der Methodik unter verschiedenen klimatischen Bedingungen, Nutzungsarten und Gebäudetypen zu bewerten. Mithilfe KI-gestützter Prozesse will ZEBAI die Effizienz und Benutzerfreundlichkeit des Planungsprozesses verbessern und gleichzeitig die Ziele hinsichtlich Umweltqualität und Wirtschaftlichkeit einhalten.
Die Zusammenarbeit zwischen der Universität Oxford und dem ZEBAI-Projekt stellt einen bedeutenden Fortschritt im globalen Kampf gegen den Klimawandel dar, indem sie die Planung emissionsfreier Gebäude revolutioniert. Mit Fokus auf Innovation, fortschrittliche Materialwissenschaft und KI-Technologien verspricht ZEBAI, neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen zu setzen und den Weg für eine grünere und umweltfreundlichere Zukunft zu ebnen.

