Die omanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA), die den Investitions- und Finanzmarkt des Landes reguliert, hat eine Warnung an die Bürger ausgesprochen, nicht mit nicht lizenzierten Börsen oder Plattformen für digitale Vermögenswerte zu handeln, weder im Internet noch in sozialen Medien.
Die Warnung erstreckt sich auch auf nicht lizenzierte Plattformen, die Rohstoffinvestitionen wie Gold und Rohöl anbieten, sowie auf Crowdfunding-Plattformen, die Aktien von Unternehmen bewerben.
Die omanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) erklärte, dass diese Plattformen erhebliche Risiken bergen und zu Geldverlusten führen können.
Majid Ahmed Al Abri, der Sprecher der FSA, merkte an, dass diese Plattformen für digitale Vermögenswerte, Crowdfunding und Rohstoffverkauf die Nutzer mit ihren Marketingstrategien locken, die neuen Investoren schnelle Renditen auf Investitionen oder finanzielle Belohnungen versprechen, oder indem sie Erfolgsgeschichten vortäuschen, um neue Investorentrac.
Er fügte hinzu, dass die Sensibilisierung der Öffentlichkeit der Schlüssel dazu sei, nicht in die Falle dieser Plattformen zu tappen.
Die Aufsichtsbehörde wies zudem darauf hin, dass nicht lizenzierte Plattformen keinen Rechtsschutz für Anleger bieten und deren Kapital somit Risiken aussetzen. Diese Plattformen könnten auch in Geldwäscheaktivitäten verwickelt sein, welche die Finanzstabilität Omans gefährden.
Al Abri erklärte: „Wir rufen alle dazu auf, sich umfassend über die Seriosität der Plattformen zu informieren und diese zu überprüfen, bevor sie Investitionen tätigen. Die FSA empfiehlt allen, die übertronPlattformen oder Unternehmen im Wertpapierbereich investieren möchten, sicherzustellen, dass diese lizenziert und auf der Website der FSA (www.fsa.gov.om) sowie in der Smartphone-App registriert sind. Dort kann die Liste der für diese Aktivitäten zugelassenen Unternehmen und Einrichtungen eingesehen werden.“
FSA Oman entzieht Crowdfunding-Unternehmen Lizenzen
Nach der Warnung entzog die omanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) zwei Unternehmen aus den Bereichen Wertpapierhandel und Crowdfunding die Lizenzen. Die Unternehmen Sharek Investment und New Sphere sind nicht mehr lizenziert und wurden abgemeldet.
Die Verwaltungsstrafen wurden verhängt, weil die Unternehmen seit ihrer Gründung die Tätigkeit nicht gemäß Artikel 123/a der Durchführungsverordnung zum Kapitalmarktgesetz, erlassen mit Beschluss Nr. 1/2009, ausgeübt haben. Dies geschah im Rahmen der Überprüfung der Lizenzen, die einer Reihe von im Wertpapierbereich tätigen Unternehmen für die Ausübung des Crowdfunding-Geschäfts im Jahr 2022 erteilt wurden. 2022 war das erste Jahr des Crowdfunding-Marktes im Sultanat Oman nach Erlass der Crowdfunding-Verordnung mit Beschluss Nr. 153/2021.
Oman verfügt noch immer über keinen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen
Die Haltung der omanischen Regierung hat sich seit Juli 2020 nicht geändert. Die Nutzung von Kryptowährungen ist zwar legal, aber nicht reguliert. Weder das Halten noch der Handel mit Kryptowährungen werden von der omanischen Zentralbank garantiert oder durch das Bankengesetz Nr. 114/2000 geschützt.
Die Zentralbank hatte 2023 angekündigt, einen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen zu erlassen, doch seitdem ist nichts Konkretes geschehen. Damals hieß es, Ziel der Regulierung sei es, einen Rahmen zu schaffen, der Marktmissbrauch im Ökosystem virtueller und digitaler Vermögenswerte verhindern und Lizenzen an VASP- Anbieter vergeben soll.
Der Oman scheint hinter anderen Ländern des Golf-Kooperationsrats wie Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und sogar Katar zurückzufallen, die entweder regulatorische Rahmenbedingungen für Kryptowährungen oder Rahmenbedingungen für die Tokenisierung digitaler Vermögenswerte eingeführt haben.

