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OMA3 gründet einen Ausschuss zur Überarbeitung der Standards für Urheberrechtsvergütungen

In diesem Beitrag:

  • Das OMA3-Konsortium hat die Gründung einer Gruppe angekündigt, die sich mit Urheberrechtsansprüchen befassen wird.
  • Sich in der sich wandelnden Landschaft von NFTs und Metaverse zurechtfinden.

Die Open Metaverse Alliance (OMA3), ein Zusammenschluss führender Blockchain-, NFT- (Non-Fungible Token) und Metaverse-Unternehmen, hat kürzlich eine Arbeitsgruppe zur Standardisierung und Sicherung von Urhebervergütungen auf NFT-Marktplätzen ins Leben gerufen. Diese Vergütungen, die üblicherweise zwischen 2,5 % und 10 % liegen, werden beim Weiterverkauf von NFTs (Non-Fungible Token) zusätzlich erhoben und sollen den Urhebern direkt zugutekommen. Dieses Konzept galt ursprünglich als Grundprinzip des Krypto-Ökosystems und zielte darauf ab, Künstler und Kreative stärker zu fördern als traditionelle Sekundärmärkte für Kunst und Medien.

OMA3 drängt auf ein standardisiertes Lizenzgebührensystem

Die jüngsten Marktentwicklungen haben die Durchsetzung von Lizenzgebühren für Content-Ersteller erschwert. Mit dem Beginn des Bärenmarktes im Kryptobereich im letzten Jahr begannen mehrere aufstrebende NFT-Marktplätze, diese Gebühren abzuschaffen. Einige Plattformen, wie beispielsweise Blur, führten sogar spielerische finanzielle Anreize ein, um Nutzer von dominanten NFT-Plattformen wie OpenSeatrac. Diese Strategie erwies sich als äußerst erfolgreich: Blur überholte OpenSea bereits im Februar dieses Jahres als größte NFT-Plattform nach Handelsvolumen. Als Reaktion auf diese Marktveränderung kündigte OpenSea, das sich diesem Schritt zunächst widersetzt hatte, im August an, ebenfalls auf die Erhebung von Lizenzgebühren zu verzichten.

Für die Unternehmen der Open Metaverse Alliance (OMA3) stellt diese Entwicklung eine potenzielle Bedrohung dar – nicht nur für das NFT-Ökosystem, sondern auch für das übergeordnete Ziel der Metaverse-Entwicklung: die Schaffung einer interoperablen Online-Umgebung, in der virtuelle Güter von Nutzern nahtlos zwischen verschiedenen Plattformen übertragen werden können und so digitales Eigentum neudefiwird. Laut Robby Yung, CEO von Animoca Brands und einem der Mitbegründer der Open Metaverse Alliance (OMA3), sind Urheberrechtsgebühren nicht nur integraler Bestandteil des Fairnessprinzips und der Achtung der Urheberschaft, sondern auch entscheidend für die Interoperabilität.

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Er betont, dass die Vision eines gerechten, transparenten und demokratischen Online-Ökosystems unerreichbar bleibt, solange Urheber nicht künftig von Lizenzgebühren profitieren können. Yung hat jahrelang daran gearbeitet, eine Online-Umgebung zu schaffen, die seiner Überzeugung nach fairer und demokratischer sein wird als das heutige Internet. Er räumt jedoch ein, dass derzeit viele NFT-Käufer kurzfristige finanzielle Interessen über ihr langfristiges Wohlbefinden im digitalen Raum stellen. Die von der Open Metaverse Alliance (OMA3) gegründete Arbeitsgruppe befasst sich daher mit Lizenzgebühren für Urheber.

Sich in der sich wandelnden Landschaft von NFTs und Metaverse zurechtfinden

Ziel ist es, die besten Mittel zum Schutz der Urheberrechte von Kreativen auf dem gesamten Markt zu ermitteln, möglicherweise durch die Schaffung universeller Standards für NFT-Marktplätze, an die sich die teilnehmenden Unternehmen halten. Neben Animoca, Yuga Labs und Magic Eden gehören auch die Metaverse-Spieleplattformen Decentraland und The Sandbox, Alien Worlds und Upland zu den Teilnehmern. Mike Seavers, CTO von Yuga Labs, betonte das Engagement des Unternehmens für den Aufbau einer interoperablen und fairen Web3-Welt für Kreative und zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit OMA3 und die angestrebten Erfolgsstandards.

Nach den jüngsten Entscheidungen von NFT-Marktplätzen wie OpenSea, die Eintreibung von Lizenzgebühren an die Urheber einzustellen, haben mehrere einflussreiche NFT-Marken ihren Einfluss geltend gemacht und mit dem Entzug ihrer Kompatibilität mit diesen Plattformen gedroht. So kündigte beispielsweise Yuga Labs nach OpenSeas Ankündigung im August an, die Eintreibung von Lizenzgebühren einzustellen, die Kompatibilität seiner NFT-Marken mit der Plattform zu beenden. Die mit Yuga verbundenen NFT-Kollektionen haben zusammen ein Handelsvolumen von über 9 Milliarden US-Dollar auf dem NFT-Markt generiert.

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Diese Entwicklung unterstreicht die sich wandelnde Landschaft der NFTs und der Lizenzgebühren für Urheber im Metaverse. Die Etablierung von Standards zum Schutz der Rechte von Urhebern und zur Sicherstellung einer fairen Vergütung ihrer Arbeit ist entscheidend für die langfristige Nachhaltigkeit des NFT-Ökosystems. Darüber hinaus verdeutlicht sie die anhaltenden Spannungen zwischen Marktkräften und den ursprünglichen Prinzipien des Krypto- und NFT-Bereichs und unterstreicht die Notwendigkeit eines Gleichgewichts zwischen kurzfristigen finanziellen Interessen und den übergeordneten Zielen des Metaverse. Die Bemühungen der Open Metaverse Alliance (OMA3) könnten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Zukunft von NFTs und digitalem Eigentum spielen.

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