Nacktfotos als Währung haben Kryptowährungen als neuen Trend bei Cyberkriminellen abgelöst. Jüngste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Hacker von ihren Opfern Fotos mit entblößten Brüsten fordern . Diese neuartige Schadsoftware, genannt „Ransomware“, ist bereits bei einer Reihe von Cyberangriffen zum Einsatz gekommen.
Nacktheit als Währung zur Malware-Entschlüsselung
Cyberkriminelle fordern nun Nacktfotos von ihren hilflosen Opfern. Ein Beispiel für Schadsoftware, die Nacktfotos anstelle von bitcoin und Monero-Zahlungen verlangt, ist die sogenannte Ransomware.
Sobald die Software eine neue Infrastruktur angreift, werden die Daten mit .iwanttits unter Verwendung von Dateierweiterungen aus Ransomware verschlüsselt.
Nach dem Angriff fordert die Ransomware die Opfer auf, Nacktfotos ihrer Brüste zu senden – quasi eine Währung der Nacktheit –, um die verschlüsselten Daten freizugeben.
Emsisoft – kostenlose Ransomware-Entschlüsselung
Glücklicherweise hat das Antivirenunternehmen Emsisoft Tools entwickelt, die Opfern von Cyberkriminalität bei der Datenwiederherstellung helfen, ohne dass dafür zwangsläufig obszöne Nachrichten an die Täter gesendet werden müssen. Emsisoft bietet seinen Entschlüsseler kostenlos allen Nutzern an, deren Computer von dem Virus befallen sind, und unterstützt sie beim Entschlüsselungsprozess.
Ransomware-Angriffe haben in der jüngsten Vergangenheit zugenommen, und etwa die Hälfte der amerikanischen Unternehmen war 2019 von Ransomware betroffen. Das Militär ist besonders besorgt über die Infektion seiner Infrastruktur.
New York City hat Lösegeldzahlungen verboten und sich stattdessen für die Finanzierung aus Steuergeldern entschieden. Maryland folgte mit einem vollständigen Verbot des Besitzes von Ransomware, nachdem die Schadsoftware in Baltimore einen Angriff verübt und zu einem kompletten Ausfall der Online-Dienste geführt hatte. Ransomware hat kürzlich eine andere Schadsoftware namens Kryptojacking hinsichtlich des Ausmaßes ihrer Nutzung durch Hacker überholt.
Infektiöse Vektoren
Die meisten Ransomware-Angriffe erfolgen durch Anklicken eines schädlichen Links in einer Spam-E-Mail oder durch den Besuch einer manipulierten Website. Die Schadsoftware kann auch durch Malvertising und Drive-by-Downloads verbreitet werden, bei denen für eine erfolgreiche Infektion keine Nutzerinteraktion erforderlich ist. Ein Antivirenprogramm bietet möglicherweise keinen ausreichenden Schutz vor Ransomware-Angriffen.
Fast alle Ransomware-Infektionen sind opportunistisch und verbreiten sich über wahllos genutzte Infektionswege. Cyberangriffe zielen nicht gezielt auf ein bestimmtes Opfer ab, aber sensible Systeme können infiziert werden, wenn sie ungeschützt sind.
Das Federal Bureau of Investigation (FBI) bezeichnet solche Fälle als Erpressung und nicht als Ransomware, da die geforderte Lösegeldsumme fast immer höher ist und mit der strategischen Zielsetzung einhergeht. Dies war beispielsweise im Frühjahr 2016 der Fall, als mehrere Krankenhäuser, die mit gezielter Ransomware infiziert waren, in den Nachrichten auftauchten.
Wie Sie sich vor Ransomware
- Erwerben Sie ein Cybersicherheitsprogramm, das Schutz in Echtzeit bietet.
- Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer Daten in der Cloud.
- Speichern Sie Ihre Daten auf externen Festplatten.
- Halten Sie Ihre Software und Ihr System stets auf dem neuesten Stand.
- Informieren Sie sich darüber, wie Sie Spam-Software und verdächtige Websites erkennen können.
Nacktheitswährung für Hacker