Der südkoreanische Internetriese Naver wird voraussichtlich auf seiner Aufsichtsratssitzung nächste Woche offiziell die geplante Übernahme von Dunamu, der Muttergesellschaft von Upbit, bestätigen. Dunamu selbst wird am 26. November ebenfalls eine Aufsichtsratssitzung abhalten, um die Details zu finalisieren.
zufolge Berichtenplant Naver, über seine Fintech-Tochter Naver Financial einen vollständigen Aktientausch durchzuführen, um Dunamu, den Betreiber von Upbit, Koreas größter Kryptobörse, zu erwerben.
EILMELDUNG: Naver übernimmt Dunamu, die Muttergesellschaft von Upbit, per Aktientausch. Als mögliche Währung ist ein südkoreanischer Won-Stablecoin im Gespräch. pic.twitter.com/3U3kUL2t7B
— Cryptopolitan (@CPOfficialtx) 19. November 2025
In der Praxis ermöglicht ein Aktientausch zwei Unternehmen, Aktien anstelle von cashauszutauschen und so eine Mutter-Tochter-ähnliche Führungsstruktur zu schaffen. Letztendlich wird dieser Schritt als Mittel für Naver gesehen, seinen Einstieg in die Märkte für digitale Finanzen und Kryptowährungen zu festigen.
Dunamu wird zum größten Aktionär
Nachdem die beiden Unternehmen den Plan in ihren jeweiligen Aufsichtsratssitzungen nächste Woche bestätigt haben, müssen sie noch die Zustimmung einer Aktionärsversammlung einholen, um die Integrationsverfahren offiziell einzuleiten.
Branchenkenner schätzen das Aktientauschverhältnis zwischen Naver und Dunamu auf etwa 1:3 oder 1:4. Anders ausgedrückt: Das Aktientauschverhältnis liegt bei etwa 15 Billionen Won bei Dunamu und 5 Billionen Won bei Naver Financial, was sich seit dem letzten Monat am Markt etabliert hat.
Nach Abschluss der Übernahme wird Song Chi-hyung, Vorsitzender von Dunamu, mit rund 28 % der Anteile zum größten Aktionär des fusionierten Konzerns. Naver (70 % von Naver Financial), der bisher größte Aktionär, wird mit einem verwässerten Anteil von 17 % zum zweitgrößten Aktionär abrutschen.
Mirae Asset Securities, der zweitgrößte Aktionär von Naver Financial (mit einem Anteil von 30 %), stimmt der Fusion grundsätzlich zu, bedauert jedoch die Bewertungsberechnung.
„Eine Bewertung von Naver Financial mit 5 Billionen Won ist konservativ, wenn die Marktkapitalisierung von Kakao Pay bei rund 7 Billionen Won liegt“, sagte ein hochrangiger Vertreter von Mirae Asset. „Dunamoo hingegen weist eine Struktur auf, in der Naver-Chef Lee Hae-jin zahlreiche Zugeständnisse gemacht hat, da das Fusionsverhältnis zu einem Zeitpunkt berechnet wurde, als der aktuelle Wert des Unternehmens auf einem Höchststand war.“
Zudem haben einige Branchenkenner angemerkt, dass die Fusion der beiden Unternehmen mit der Trennung von Finanz- und virtuellen Vermögenswerten durch die Finanzbehörden kollidieren könnte. Da die Behörden jedoch festgestellt haben sollen, dass die Fusion nicht gegen die Trennungsregel verstößt, schreitet der Fusionsprozess Berichten zufolge zügig voran.
Wie berichtet Cryptopolitan Cryptopolitan, verarbeitet Naver Financial jährlich Zahlungsvolumina im Wert von 80 Billionen Won (58 Milliarden US-Dollar). Die Kombination dieser Größenordnung mit Dunamus Upbit-Plattform, der führenden Kryptobörse in Korea und der viertgrößten weltweit, dürfte eine dertronAllianzen zwischen Südkoreas Technologie- und Kryptosektor schaffen.
Dunamu und Naver planen die Einführung eines durch Won gedeckten Stablecoin-Projekts
Die beiden Unternehmen planen die Einführung eines durch Won gedeckten Stablecoin-Projekts sowie weiterer Initiativen im Bereich digitaler Finanzen. Sie wollen die Vereinbarung als Sprungbrett für eine globale Expansion nutzen.
Im Inland enjUpbit seit Jahren eine dominante Stellung in Südkorea und hält seit 2022 in einigen Monaten einen Marktanteil von über 80 %. Diese Dominanz hat Kritik vonseiten der Gesetzgeber hervorgerufen, die argumentieren, dass Dunamus Einfluss auf den Devisenmarkt die Gefahr birgt, ein Monopol zu schaffen.
In jüngster Zeit haben sich die Marktdynamiken deutlich verändert. Ende des dritten Quartals stieg Bithumbs Marktanteil im Inland auf 46 %. Zudem ging Bithumb eine Partnerschaft mit World Liberty Financial ein, einem Krypto-Unternehmen mit Verbindungen zu US-dent Donald Trump. Upbit hielt 50,6 % der Anteile. Dadurch hat sich der Wettbewerb verschärft. Dies erhöht den Druck auf Naver, die Kontrolle über Dunamu anzustreben.
Der Handel mit Kryptowährungen ist in Südkorea jedoch stark auf südkoreanische Staatsbürger beschränkt. Das Abkommen unterstreicht einen globalen Trend: Internet- und Fintech-Giganten erschließen sich zunehmend den Kryptomarkt, um ihr Geschäft auszubauen.

