IBM und Oracle entwickeln derzeit eine Blockchain-basierte Datenplattform der WHO für das Coronavirus, um die Authentizität der Daten zur COVID-19-Pandemie zu überprüfen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie kursieren viele ungefilterte Informationen. Um diese riesige Datenmenge zu strukturieren und zu authentifizieren, hat die Weltgesundheitsorganisation eine Partnerschaft mit den Technologiekonzernen IBM und Oracle geschlossen, um eine Open-Source-basierte Blockchain-Plattform zu schaffen.
Die von der WHO entwickelte Blockchain-basierte Coronavirus-Datenplattform MiPasa soll als Informationsautobahn zum Coronavirus fungieren. Hacera, das Unternehmen, das die Lösung entwickelt hat, erklärte, dies sei ein wichtiger Meilenstein, um die enormen Datenmengen zu COVID-19 zu segmentieren und gezielt zu nutzen.
Die Blockchain-basierte Coronavirus-Datenplattform der WHO zielt darauf ab, die COVID-19-Daten zu optimieren
Der CEO von Hacera, Jonathan Levi, erklärte, dass MiPasa weiterentwickelt werde, um mehr Datenanalysetools zu unterstützen. Die Hyperledger Fabric-Technologie dient der Datenerfassung und -quantifizierung, die mithilfe verschiedener Analysetools zur präzisen Erkennung von Coronavirus-Hotspots ausgewertet werden kann. Levi fügte hinzu, dass es derzeit nur wenige Tools zur Erfassung, Quantifizierung und Analyse von COVID-19-Daten gebe, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Der Blockchain-basierte Coronavirus-Datenhub der WHO könne dies grundlegend ändern. Gesundheitsorganisationen könnten eine solche globale Pandemie nicht ohne die richtigen Daten, Analysen und Erkenntnisse bewältigen.
Normalerweise IBM einige Monate, um ein Blockchain-Tool dieser Größenordnung zu entwickeln. In diesem Fall jedoch brachte das Enterprise-Blockchain-Konsortium von IBM Branchenexperten zusammen und begann umgehend mit der Arbeit. Zu den weiteren namhaften Partnern des Projekts gehören die Nationale Gesundheitskommission Chinas, Microsoft, die Johns Hopkins University und andere.
Herkuleshafte Anstrengungen zur Verarbeitung der COVID-19-Daten sind im Gange
Gari Singh, der technische Leiter von IBM, erklärte, es sei dringend notwendig, Lösungen wie den Blockchain-basierten Coronavirus-Datenhub der WHO zu entwickeln, um die weltweite Krise zu bewältigen. Das Team begann die erste Phase mit einem Brainstorming zur Erfassung und Verarbeitung von Virusdaten. Als die Frage der Datenauthentifizierung aufkam, erwiesen sich Blockchain-Lösungen als naheliegende Wahl, um sicherzustellen, dass die Daten während des Replikationsprozesses nicht manipuliert werden können.
Die IBM-Initiative „Call for Code“ wurde ins Leben gerufen, um innovative Technologielösungen zu entwickeln, die zur Bekämpfung der Pandemie beitragen sollen. In den kommenden Wochen werden Daten aus Coronavirus-Tests in die MiPasa-Plattform integriert.

