Die vorgeschlagenen Gebühren für das BCH-Mining haben in der Community für Aufruhr gesorgt. Seitdem der CEO von BTC.Top, Jiang Zhuoer, eine umstrittene Gebühr von zwölfeinhalb Prozent auf die Mining-Belohnungen zur Unterstützung der BCH-Entwicklergemeinschaft vorgeschlagen hat, sind die Miner wütend.
Die Gebühren für das Bitcoin-Mining haben insbesondere bei der Miner-Community für Unmut gesorgt. Sie werden auch als Versuch gewertet, Steuerklauseln direkt auf der Ebene des Bitcoin-Minings einzuführen. Eine gegnerische Mining-Gruppe hat nun gedroht , sich von Bitcoin Cash abzuspalten, sollte der Vorschlag weiter verfolgt werden.
Bergleute rebellieren gegen die Bergbaugebühren von BCH
Eine Gruppe europäischer und nordamerikanischer Bitcoin-Miner hat den Plan vehement abgelehnt. Sie verfügen zusammen über eine Mining-Leistung von etwa 1,6 Exahashes pro Sekunde und geben an, bald die 2,5-Exahash-Marke zu erreichen. Sie haben einen alternativen Bitcoin-Cash-Pool für Miner vorgeschlagen, die die Bitcoin-Cash-Mining-Gebühren nicht entrichten. Ein Prozent ihrer Einnahmen soll dem Entwicklungsteam gespendet werden.
Die anonyme Gruppe gilt seit den Anfängen der Kryptowährung als überzeugte Befürworter von Bitcoin Cash (BCH). Sie bemängelt, dass der Mangel an Unterstützung aus der Community dazu geführt habe, dass weitreichende Entscheidungen wie die Einführung der BCH-Mining-Gebühren ohne Widerspruch vorgeschlagen werden konnten. Die Gruppe möchte anonym bleiben, da sie mit Gegenreaktionen der vier Unterzeichner des entsprechenden Vorschlags rechnen muss.
Entwickler benötigen Unterstützung, aber nicht auf Kosten der Miner.
Die Gruppe erklärte, sie sei sich der schwierigen Lage der Entwickler bewusst und wolle sie unterstützen. Allerdings müsse der Finanzierungsmechanismus so weiterentwickelt werden, dass er den langfristigen Anliegen sowohl der Miner als auch der Entwickler gerecht werde.
Sie kritisieren, dass der Vorschlag ohne ausreichende Debatte in die Umsetzungsphase überführt wird. Zhouer will, dass Miner die BCH-Mining-Gebühren ohne jegliche Mitsprache akzeptieren. Da sie verpflichtend sind, kommt dies einer Mining-Steuer gleich. Solche Gebühren zusätzlich zu den ohnehin schon hohen Servicegebühren der Anbieter werden die Gewinne der Miner schmälern. Angesichts des bereits bestehenden Abschwungs in der Kryptoindustrie könnte dies das gesamte Netzwerk in eine unsichere Lage bringen.
Falls der Vorschlag nicht zurückgezogen wird, werden sie weiterhin minen und ihren Hard Fork abspalten, um eine separate Blockchain zu erstellen. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Dinge weiterentwickeln.
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