Malaysia verschärft die Kontrollen für Nvidia-Chip-Lieferungen angesichts US-Bedenken

- Malaysia verstärkt die Kontrollen bei den Lieferungen von Nvidia-Chips, um sicherzustellen, dass diese nicht in China landen.
- Die USA üben Druck auf Malaysia und südostasiatische Staaten aus, um zu verhindern, dass verbotene Technologien nach China gelangen.
- Singapur untersucht, ob Nvidia-Chips auf betrügerische Weise an nicht autorisierte Bestimmungsorte, darunter China, versandt wurden.
Malaysia hat sich nach einer Anfrage der Vereinigten Staaten bereit erklärt, den Verkauf von High-End-Halbleitern der Nvidia Corporation (NVDA) einzuschränken.
Die USA haben Malaysia aufgefordert, den Export von Nvidia-Chips, insbesondere solcher mit KI-Funktionen, nach China zu unterbinden. Hintergrund sind wachsende Befürchtungen, dass solche Lieferungen gegen die US-Exportkontrollen für Spitzentechnologien verstoßen könnten.
Der Minister für Investitionen, Handel und Industrie, Zafrul Abdul Aziz, erklärte , die US-Regierung habe Malaysia aufgefordert, den Endnutzern von Nvidia-Chips im Land besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
„Sie wollen, dass wir sicherstellen, dass die Server in den Rechenzentren landen, für die sie bestimmt sind, und nicht plötzlich auf ein anderes Schiff verlegt werden.“ – Minister Zafrul Abdul Aziz.
Er forderte die malaysische Regierung dringend auf, sicherzustellen, dass die leistungsstarken Server mit Nvidia-Chips nicht anderweitig, sondern ausschließlich in den dafür vorgesehenen Rechenzentren eingesetzt werden. Die USA äußerten erneut Bedenken hinsichtlich des Transfers dieser Chips nach China, da dies gegen geltende Handelsbeschränkungen verstoße.
Die Ermittlungen in Singapur bringen zusätzliche Brisanz in die Angelegenheit. Die malaysischen Behörden untersuchen verschiedene Lieferungen von Nvidia-Chips, die von Singapur nach Malaysia gelangten. Drei Personen wurden angeklagt, weil sie die Serverhersteller Dell Technologies Inc. und Super Micro Computer Inc. über die Endabnehmer der Hardware getäuscht haben sollen.
Singapurische Behörden vermuten, dass Server mit Nvidia-Chips, deren Verkauf in China verboten ist, auf illegalem Wege durch Malaysia geschmuggelt wurden. Malaysische Behörden hingegen geben an, keine Hinweise auf Betrug bei den aus Singapur versandten Nvidia-Chips gefunden zu haben. Sie versichern jedoch, mit US-amerikanischen und singapurischen Behörden zusammenzuarbeiten, um mögliche Probleme beim Versand bestimmter Technologieprodukte zu klären.
Zunehmende Spannungen um Halbleiter
Die Untersuchung der Chip-Lieferungen von Nvidia ist auch eine Fortsetzung des tief verwurzelten Konflikts zwischen den USA und Asien um mehr Innovationen in der Halbleitertechnologie. Die USA sind bestrebt, Chinas Zugang zu High-End-Silizium einzuschränken, da sie befürchten, dass diese Technologie dem chinesischen Militär nützen könnte. Daher haben die US-Behörden die Exporteure solcher fortschrittlicher Chips und Ausrüstungen strengen Auflagen unterworfen.
Um die Umgehung der Exportkontrollen einzudämmen, hat die USA auch andere Regionen, darunter Südostasien und den Nahen Osten, ins Visier genommen, da sie diese als Zwischenhändler beim Transfer von Fachkräften nach China betrachtet. In letzter Zeit sah sich das Unternehmen Kritik ausgesetzt, vor allem weil ein hoher Anteil seiner Umsätze aus Singapur stammt, obwohl die tatsächlichen Lieferungen von Nvidia-Produkten dorthin relativ gering sind.
Die USA prüfen außerdem, ob DeepSeek und andere chinesische KI-Startups die Nvidia-Chips über Zwischenhändler in Singapur bezogen haben. US-Abgeordnete äußerten sich besorgt über diesen Sachverhalt und merkten an, dass Nvidia zwar in Singapur hohe Umsätze erzielt, aber tatsächlich nur wenige Produkte dorthin liefert. Sowohl Nvidia als auch singapurische Behörden stellten klar, dass die Insel lediglich als Abrechnungszentrum dient und nur eine begrenzte Anzahl von Nvidia-Produkten direkt dorthin geliefert wird.
Während die Debatte andauert, steht Nvidia im Mittelpunkt der globalen Computerindustrie. Kürzlich kündigte Nvidias CEO, Jensen Huang, die Eröffnung eines Quantencomputerlabors in Boston an.
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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