Die Kryptowährungsbörse KuCoin hat Informationen über einen Airdrop von Bitcoin (BTC) und KuCoin (KCS)-Token im Wert von 10 Millionen US-Dollar veröffentlicht.
Diese Nachricht wurde vom CEO, Johnny Lyu, am 27. März in einem Blogbeitrag auf der Website der Börse bekannt gegeben. Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem das US-Justizministerium Anklage gegen die Börse und zwei ihrer Gründer erhoben hatte.
Sein Brief war zugleich ein Dankeschön an die KuCoin-Nutzer für ihre Treue und ihr Vertrauen. Er ging dabei auf die längeren Auszahlungszeiten am 26. und 27. März ein. Als Zeichen der Anerkennung kündigte er an, dass KuCoin einen speziellen Airdrop im Wert von 10 Millionen US-Dollar in KCS und BTC an seine Nutzer verteilen wird. Die vollständigen Teilnahmebedingungen werden in drei Tagen veröffentlicht.
Diese Wertsteigerung erfolgt inmitten erheblicher rechtlicher Herausforderungen für KuCoin. Einen Tag vor der Ankündigung des Airdrops erhob das US-Justizministerium Anklage gegen die Börse und ihre Gründer wegen Verstoßes gegen das Bankgeheimnisgesetz. Grund dafür waren das Fehlen eines Programms zur Bekämpfung der Geldwäsche sowie ein laufendes Verfahren wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts. Gleichzeitig reichte die US-amerikanische Warenterminhandelskommission (CFTC) eine Zivilklage gegen KuCoin ein und warf dem Unternehmen Verstöße gegen das US-amerikanische Warenbörsengesetz und die CFTC-Regeln vor.
Nach diesen Anschuldigungen versicherte KuCoin seinen Nutzern, dass ihre Gelder sicher seien; allerdings fiel der Kurs des KCS, des nativen Tokens der Börse, in den darauffolgenden 24 Stunden um 12 %.
Airdrops sind jedoch nicht unproblematisch, und eines dieser Probleme sind die drohenden regulatorischen Konsequenzen. Die SEC erklärte in ihrem „Rahmenwerk für dietracvon Investitionsverträgen digitaler Vermögenswerte“: Nur weil digitale Vermögenswerte kostenlos bezogen werden, beispielsweise im Rahmen eines Airdrops, bedeutet dies nicht, dass die Investitionsvoraussetzung des Howey-Tests nicht erfüllt ist; daher kann ein Airdrop als Verkauf oder Vertrieb von Wertpapieren betrachtet werden.
Ein kleines Bekleidungsunternehmen aus Texas hat sich mit dem DeFi Education Fund zusammengetan, um beim Gericht einen Antrag auf Feststellungsklage gegen die SEC einzureichen und so die Kommission daran zu hindern, eine Klage gegen das Unternehmen wegen eines Airdrops einzureichen.

