Kaspersky meldet 2,3 Millionen Dollar Beute durch Cyberkriminelle im zweiten Quartal
Das Cybersicherheitsunternehmen Kaspersky Lab berichtete, dass Kryptowährungsbetrüger im zweiten Quartal 2018 über 2,3 Millionen US-Dollar von ihren Opfern gestohlen haben. Das Unternehmen behauptete, die Cyberkriminellen hätten das Geld erbeutet, indem sie ihre ahnungslosen Opfer dazu verleiteten, ihre digitalen Währungen an gefälschte Initial Coin Offerings (ICOs) und Token-Verteilungen zu senden.
Laut dem Bericht „Spam und Phishing im zweiten Quartal 2018“ konnte Kaspersky im Zeitraum April-Juni 2018 fast 60.000 Versuche von Nutzern verhindern, schädliche Webseiten zu besuchen, die bekannte digitale Währungsbörsen und -börsen bewerben.
Wie Cyberkriminelle ihre Opfer angreifen
Neben gefälschten Token-Verkäufen haben die Betrüger ihre potenziellen Opfer auch direkt mit betrügerischen Webseiten ins Visier genommen, die sich als beliebte Kryptowährungsdienste ausgeben.
Laut Nadezhda Demidova, leitende Web-Content-Analystin bei Kaspersky, zeigen die Schwere und Kontinuität der Angriffe, die sich hauptsächlich gegen Finanzorganisationen richteten, dass immer mehr Einzelpersonen und Gruppen digitale Währungen nutzen. Sie fügte hinzu, dass sich einige Nutzer der potenziellen Risiken noch nicht ausreichend bewusst seien und daher anfällig für Angriffe von Eindringlingen seien, die aktiv versuchen, über Phishing wichtige Informationen zu stehlen.
Ein globales Phänomen
Dem Bericht zufolge sind Phishing-Angriffe weltweit verbreitet, wobei Asien und Südamerika die meisten Fälle verzeichnen. Von allen in diesem Zeitraum registrierten Angriffen entfielen 15,51 % auf Brasilien, während China und Georgien jeweils 14,44 % ausmachten. Kirgisistan und Russland verzeichneten 13,6 % bzw. 13,27 %.

