Die japanischen Behörden haben zwei Männer festgenommen, die am Coincheck-Hack beteiligt waren. Ihnen wird vorgeworfen, NEM-Token über eine Darknet-Seite erworben zu haben, die gegen die Gesetze des Landes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität verstößt. Die beiden Männer sollen die Token in dem Wissen gekauft haben, dass diese aus dem Coincheck-Hack stammten.
Coincheck-Hack
Coincheck ist eine japanische Kryptobörse, die Opfer eines der größten Krypto-Hacks weltweit wurde. Die Hacker erbeuteten dabei NEM-Token (XEM) im Wert von über 500 Millionen US-Dollar. Die Spuren deuten angeblich auf Angreifer aus Russland hin.
Der Fall ist nun wieder aktuell, da Japan offenbar zwei Personen festgenommen hat, die mit den Hackern in Verbindung stehen. Wie berichtet , nahm die Tokioter Polizei zwei Personen fest: einen Arzt aus Hokkaido und einen Manager aus der Präfektur Osaka.
Laut Polizeiangaben erwarben die Verdächtigen im Februar und März 2018 große Mengen an NEM-Token zu stark reduzierten Preisen über Darknet-Websites. Die Festnahme erfolgte, nachdem Nachforschungen bei Kryptobörsen, an die die NEM-Token gesendet wurden, ihre Aktivitäten aufgedeckt hatten. Wie die Polizei den Verbleib der Gelder ermitteln konnte, ist unklar.
Nach dem Hack von Coincheck Anfang 2018 wurden die Gelder auf 13.000 Wallets verteilt, um die Aktivitäten zu verschleiern. Es ist unklar, ob die Hacker alle Vermögenswerte liquidieren konnten; viele Börsen haben jedoch ihre Vorsicht im Umgang mit gestohlenen Kryptowährungen erhöht.
Obwohl die Börse durch den Hackerangriff stark gelitten hatte, konnte sie sich unter ihrem neuen Eigentümer, der Monex Group, erholen. Das Unternehmen gehörte zu den Börsen, die von der japanischen Finanzaufsichtsbehörde eine Lizenz erhielten
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