Im Vorfeld des G20-Gipfels will Japan seine Geldwäschegesetze verschärfen, insbesondere jene, die auf Bitcoin und Kryptowährungsbörsen abzielen.
Die Financial Action Task Force (FATF) wird im Herbst auch das japanische System zur Bekämpfung der Geldwäsche überprüfen.
Medienberichten zufolge hofft die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) dringend auf eine bessere Bewertung durch die FATF. Japan erhielt bei der letzten FATF-Prüfung im Jahr 2008 die niedrigste Bewertung für seine „Know Your Customer“-Verfahren (KYC).
In der Hoffnung auf eine Erholung beschleunigt Japan seine Vor-Ort-Prüfungen aller Finanzinstitute, insbesondere von Kryptowährungsbörsen.
Beim bevorstehenden G20-Gipfel werden voraussichtlich auch internationale Protokolle für Kryptowährungen und ICOs erörtert. Japan will bei der Umsetzung entsprechender Richtlinien defiins Hintertreffen geraten.
Japan war 2017 der erste Staat, der Kryptobörsen registrierte, verfolgte aber bisher einen eher lockeren Ansatz. Obwohl Japan die Richtlinien nach dem Coincheck-Hack von 2018 verschärfte, erklärte die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA), dass sie keine übermäßige Regulierung anstrebe.
Alternativ erweckt es den Eindruck von Zufriedenheit, indem es der Kryptoindustrie Selbstverwaltung überlässt, und erklärt, es handele sich um eine sehr schnell wachsende Branche. Daher sei es besser, wenn Experten die Gesetze erlassen. Die FSA scheue sich nicht, bei Bedarf einzugreifen.
Beim letzten G20-Gipfel beschlossen die Staaten, dass die Kryptoregulierung den FATF-Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche tracsollte. Daher forderte die FATF eine strenge Regulierung von Anbietern virtueller Vermögenswerte (VASP).
Kürzlich hat der japanische Yen den US-Dollar als meistgenutzte Währung für Bitcoin Transaktionen überholt. Dennoch gilt Kryptowährung in der Geldwäschebekämpfung weiterhin nicht als bevorzugtes Instrument.
Im Einklang mit der japanischen Polizei : Obwohl die Fälle mit Bezug zu Kryptowährungen im Jahr 2018 um 900 Prozent gestiegen sind, machen sie immer noch weniger als 2 Prozent (1,7 %) aller Anfragen aus.
In sage und schreibe 98 Prozent (98,3 %) der Fälle zur Legalisierung von Geld in Japan ging es überhaupt nicht um Kryptowährungen.
Japan favorisiert bitcoin beim G20-Gipfel