Im Verlauf der fast zweijährigen Ermittlungen konnten die Behörden drei Männer festnehmen. Die strafrechtlichen Ermittlungen ergaben, dass Sinmed einen Drogenhandelsladen auf dem Dream Market betrieb.
Bei der Razzia wurden Drogenbestände beschlagnahmt. Zu den Drogen gehörten Xanax, mit Fentanyl versetztes Heroin und Methamphetamin. Die Dealer tauschten die Drogen gegen Bitcoin (BTC). Die Beschlagnahmung wurde vom Bezirksstaatsanwalt als bedeutend bezeichnet.
Die Ermittlungen waren Teil einer großangelegten FBI-Operation, an der auch Europol und andere Strafverfolgungsbehörden beteiligt waren. Sinmed wird in dem Video-Tweet des FBI zwar nicht namentlich erwähnt, da das FBI nach eigenen Angaben im Rahmen der Operation Dutzende Festnahmen durch andere beteiligte Strafverfolgungsbehörden vorgenommen hat.
Die Zunahme verbotener Drogenmärkte hat den Verdacht genährt, dass Dream Market mittlerweile von Beratern gesteuert wird. Nach den jüngsten Verhaftungen hat Dream Market angekündigt, in naher Zukunft offline zu gehen.
Die Startseite der offiziellen Website wurde durch eine Erklärung ersetzt, in der mitgeteilt wurde, dass das Unternehmen seine Einrichtungen zu einem Partnerunternehmen mit einer anderen Adresse verlegt.
Kryptoexperten gehen davon aus, dass Dream Market und sein Partnerunternehmen in Wirklichkeit von globalen Organisationen eingerichtete Lockvogelangebote sind. Solche Lockvogelangebote dienen dazu, illegale Aktivitäten im Darknet aufzuspüren.
Nutzer haben aufgrund der zunehmenden Befürchtungen staatlicher Eingriffe Bitcoins abgezogen. Experten vermuten, dass es sich um eine Maßnahme der Strafverfolgungsbehörden handelt, um Bitcoin -Börsen zu überwachen. Bis heute ist kein Ersatz für Dream Market aufgetaucht, der Gerüchte verbreitet.
Es scheint sich ein Trend abzuzeichnen, bei der die Strafverfolgung auf solche Marktplätze abzielt, so wie es im Juli 2018 im Fall von Alpha-bay der Fall war.
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