Intuit, der Hersteller von TurboTax, QuickBooks, Credit Karma und Mailchimp, hat eine mehrjährige Partnerschaft mit OpenAI im Wert von über 100 Millionen US-Dollar geschlossen. Dies ist ein bedeutendes Bekenntnis zu generativer KI, die die Finanzverwaltung für Privatpersonen und kleine Unternehmen grundlegend verändern soll. Das Unternehmen investiert massiv in Technologien, um die Art und Weise, wie Millionen von Menschen ihre Finanzen verwalten, zu revolutionieren.
Die Partnerschaft ermöglicht Kunden zudem den integrierten Zugriff auf beliebte Apps wie TurboTax mithilfe von dialogbasierter KI. Mit Zustimmung der Nutzer werden die Finanzdaten von Intuit in ChatGPT, sodass die KI verschiedene Aufgaben ausführen kann.
Dieser Schritt unterstreicht, wie Finanz- und Unternehmenssoftwareanbieter generative KI nutzen, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und Arbeitsabläufe zu optimieren. Die Integration soll Nutzern schnellere und individuellere Finanzberatung bieten und gleichzeitig Unternehmen Zeit bei Routineaufgaben ersparen, so Intuit.
Intuit integriert Finanztools direkt in ChatGPT.
Laut der Vereinbarung ermöglichen Integrationen Endnutzern die direkte Nutzung von Intuit-Anwendungen über ChatGPT. Die KI kann mit Zustimmung der Nutzer auf Finanzdaten auf der Intuit-Plattform zugreifen und in Echtzeit umsetzbare Erkenntnisse liefern.
Nutzer können beispielsweise die Höhe der zu erstattenden Steuern berechnen, Kredite oder Hypothekenund sich sogar über Schuldenmanagement informieren. Kleinunternehmen, die QuickBooks nutzen, können Rechnungen automatisieren, cash und tracKundenzahlungen direkt in der App
Sasan Goodarzi, CEO von Intuit, sagte, die Partnerschaft kombiniere Intuits interne Finanzdaten, Kreditmodelle und KI-Plattform mit erstklassigen Modellen von OpenAI und verschaffe den Kunden so einen Wettbewerbsvorteil bei der Erreichung ihrer finanziellen Ziele.
Es geht längst nicht mehr nur ums Chatten und Nachrichtenversenden. Intuit plant, die Modelle von OpenAI für KI-„Agenten“ zu nutzen, die als virtuelle Assistenten für Privatpersonen und Unternehmen fungieren können. Diese Bots könnten wiederkehrende Aufgaben automatisieren, komplexe Arbeitsabläufe koordinieren und Ladenbesitzern Entscheidungshilfen und Einkaufslisten bereitstellen.
QuickBooks-Nutzer können beispielsweise ihre KI-Agenten einsetzen, um Debitorenkonten zu prüfen, überfällige Zahlungen zu ermitteln oder sogar Berichte mit Hilfe von einfachen Sprachbefehlen zu erstellen. Intuit wird intern den Einsatz von ChatGPT Enterprise ebenfalls ausweiten, um die Produktivität zu steigern und die betriebliche Effizienz der Mitarbeiter zu verbessern.
Analysten sagten, dieser Schritt ebne Intuit den Weg, eine führende Rolle in einem Markt einzunehmen, der als aufstrebender Markt für KI-gestützte Finanzsoftware gilt.
Intuit und OpenAI verändern die Art und Weise, wie Nutzer ihr Geld
Laut den beiden Unternehmen führt die Zusammenarbeit zu einem Komfortniveau, das die Nutzer bisher nicht kannten. Sie erklären, dass man nicht mehr zwischen verschiedenen Apps wechseln muss, sondern seine privaten und geschäftlichen Finanzen nun über eine einzige, dialogbasierte Benutzeroberfläche verwalten kann.
Intuit hofft, mit diesem Schritt seine 100 Millionen Kunden dazu anzuregen, sich intensiver mit den Produkten auseinanderzusetzen und potenzielle neue Nutzer zutrac, die KI für ihre persönlichen Finanzen einsetzen möchten.
Die Partnerschaft mit OpenAI ist ein bedeutender Schritt hin zur Integration der KI-Modelle in reale, hochwertige Anwendungsfälle, die über Chat-Schnittstellen für Menschen hinausgehen, die möglicherweise überhaupt kein Englisch lesen oder sprechen.
Die Umstellung wird auch dazu beitragen, die Umsatzziele von OpenAI zu unterstützen; das Unternehmen hat erklärt, dass es auf tracsei, bis zum Jahresende einen jährlichen Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar zu erzielen und bis 2030 auf Hunderte von Milliarden US-Dollar zu steigen.

