HUT 8, ein wichtiger Akteur in der Bitcoin -Mining-Branche, hat die Schließung seiner Mining-Anlage in Drumheller, Alberta, Kanada, mit sofortiger Wirkung bekannt gegeben.
Das Unternehmen nannte stark gestiegene Energiekosten und Stromausfälle als Hauptgründe für die Stilllegung. Die Anlage in Drumheller, die für etwa 1,4 % der Bitcoin Produktion von HUT 8 verantwortlich war, aber rund 11 % der Hash-Rate beanspruchte, sah sich mit erheblichen Rentabilitätsproblemen konfrontiert.
Asher Genoot, CEO von HUT 8, nannte „erhöhte Energiekosten und bestehende Spannungsprobleme“ als entscheidende Faktoren, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts beeinträchtigen. Er fügte hinzu: „Unser Restrukturierungsplan zielt darauf ab, den Wert unserer Anlagen zu maximieren und das Unternehmen für profitables Wachstum zu positionieren. Mit den geringen Leasingkosten haben wir zudem eine kostengünstige Option, den Standort wieder in Betrieb zu nehmen, falls die Strompreise im AESO-Netz sinken oder der Hashpreis steigt.“
Das Unternehmen hat beschlossen, seine Bitcoin -Miner in eine andere Anlage in Medicine Hat, Alberta, zu verlegen und den Mietvertrag am Standort Drumheller beizubehalten, mit der Möglichkeit, diesen bei einer Verbesserung der Marktbedingungen wieder zu aktivieren.
Reaktion und finanzielle Leistung von HUT 8
Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund steigender Strompreise in Alberta, die laut Energyrates.ca seit 2017 um 1000 % gestiegen sind. Zusätzlich haben die Beschränkungen der Provinzregierung für neue Kryptowährungs-Mining-Projekte aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Stromverbrauchs die Herausforderungen für den Sektor verschärft.
Die finanzielle Performance von HUT 8 wurde ebenfalls beeinträchtigt: In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 sanken die Einnahmen um 57 % auf 55.184 CA$ (40.757 USD), hauptsächlich aufgrund des fallenden Bitcoin Kurses. Das Unternehmen nutzt derzeit 1,3 % der gesamten Rechenleistung des Bitcoin Netzwerks.
Darüber hinaus erlitt die Aktie von HUT 8 am 19. Januar einen Kursverlust von über 23 Prozent, nachdem Vorwürfe rechtlicher Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Partnerunternehmen USBTC bei einer Fusion im Wert von 725 Millionen US-Dollar laut geworden waren. Trotz dieser Schwierigkeiten wies HUT 8 die Vorwürfe zurück und kritisierte den Bericht wegen seiner Ungenauigkeiten und spekulativen Behauptungen. Der ehemalige CEO des Unternehmens, Jaime Leverton, trat am 8. Februar zurück.

