Honda arbeitet mit Sierra Space und Tec-Masters, zwei Raumfahrttechnologieunternehmen, zusammen, um ihr Hochdruck-Wasserelektrolysesystem auf der Internationalen Raumstation (ISS) zu testen.
Der Automobilhersteller Honda möchte das Leben auf dem Mond und anderen Orten im Weltraum durch den Einsatz regenerativer Brennstoffzellentechnologie unterstützen, die kontinuierlich Wasserstoff, Sauerstoff und Energie produziert.
#Honda schickt seine Wasserstofftechnologie ins Weltall https://t.co/uBVjgeJ3iE
– Honda Super Fan (@HondaSuperFan) 4. April 2025
Honda ist im Vergleich zu den meisten anderen Autoherstellern optimistischer, was Wasserstoff angeht, weshalb dies ein weiterer riskanter Schritt für den Automobilkonzern ist.
Auch wasserstoffbetriebene Autos hatten in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten zu kämpfen, darunter Probleme beim Betanken und steigende Kosten. Honda hofft jedoch, dass Wasserstoff dazu beitragen wird, bis 2040 alle seine Fahrzeuge kohlenstofffrei zu betreiben.
Nun will Honda das häufigste Element der Welt für seine Weltraummissionen nutzen. Das Unternehmen erklärt, sein wasserstoffbetriebenes Recyclingsystem könne dazu beitragen, dass Menschen auf dem Mond leben können. Honda arbeitet mit Musk zusammen, um sich einen Platz auf dem Mond zu sichern.
Das ist noch nicht alles. Honda hofft, dass die Technologie durch harte Tests auf dem Mond beweisen kann, dass sie auch hier auf der Erde eingesetzt werden kann.
Hondas System – Das Unternehmen wird mit der NASA zusammenarbeiten
Während des Mondtages sammeln Solarpaneele Sonnenlicht und wandeln es in Strom um. Die Hochdruck-Wasserelektrolyseanlage spaltet dann Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Mit der Entfernung des Mondes von der Sonne wird ein Teil des Sauerstoffs alstronfür die Astronauten genutzt, der Rest erzeugt Strom.
Dadurch ist das Verfahren umweltfreundlich, da Wasser das einzige Abfallprodukt der Elektrolyse ist. Dieses Wasser wird im regenerativen System wiederverwendet, wodurch ein geschlossener Energiekreislauf entsteht.
Honda wird das Verfahren auf der ISS testen, wo keine Schwerkraft herrscht. Tec-Masters wird die Technologie auf der ISS verantworten. Darüber hinaus plant das Unternehmen, mit der NASA zusammenzuarbeiten, um die Ausrüstung mit dem Raumflugzeug Dream Chaser von Sierra Space zur ISS zu transportieren.
Dies ist der beste Zeitpunkt für ein solches Projekt, da Raumfahrt greifbarer denn je erscheint. Die Schaffung einer zuverlässigen Sauerstoff- und Stromquelle im Weltraum würde es den Menschen ermöglichen, bewohnbare Systeme fernab der Erde zu errichten.
Die Wissenschaft hat die Möglichkeit der Elektrolyse zur Aufrechterhaltung des Lebens im Weltraum untersucht, dabei aber festgestellt, dass die geringe Schwerkraft den Prozess der Gasentwicklung beeinflusst. Eine Studie aus dem Jahr 2022 kam zu dem Schluss, dass die Elektrolyse auf dem Mond aufgrund der Schwerkraft etwa 11 % weniger Sauerstoff erzeugt als auf der Erde.
Die NASA könnte den Prozess verzögern
Es ist noch unklar, wann Hondas Testflüge zur ISS beginnen werden. Sierra Space entwickelt hingegen den Dream Chaser, ein Versorgungsraumflugzeug ohne Besatzung. Bereits im dritten Quartal dieses Jahres soll das Raumschiff von Cape Canaveral zu einem Testflug zur ISS starten.
der NASA zusammenarbeiten, um deren geplante Mondstation mit Energie zu versorgen. Das US-Energieministerium und die NASA planen, eine kleine Kernspaltungsanlage mit einer Leistung von 40 Kilowatt auf der Mondoberfläche zu errichten.
Zuvor hatte die US-Bundesregierung Lockheed Martin, Westinghouse und IX, einem von Intuitive Machines und X-energy gegründeten Unternehmen, drei Forschungsaufträge im Wert von jeweils 5 Millionen US-Dollartrac.
Selbst wenn Honda einen Reaktor hinzufügen würde, könnte die Brennstoffzelle immer noch Luft und Wasser erzeugen, die in 384.000 Kilometern Entfernung von der Erde wertvolle Güter sind. Die einzige offene Frage ist, ob die NASA zum Mond zurückkehren wird.
Das Artemis-Programm wurde durch Probleme bei der Entwicklung des Space Launch System und des Starship von SpaceX stark verzögert. Aktuell ist geplant, dass die Mondbasis im Jahr 2033 auf Artemis VIII ihr erstes Modul errichten wird.
Das soll Hondas Leistungsfähigkeit nicht schmälern. Das revolutionäre Brennstoffzellensystem mit Recyclingfunktion stammt aus der brandneuen Raumfahrtentwicklungsabteilung von American Honda. Diese wurde Ende letzten Jahres gegründet, um dem Unternehmen zu helfen, die ohnehin schon beeindruckenden HondaJet-Modelle noch weiter zu entwickeln. Doch wann wird dies bis 2024 erreicht sein? Der Automobilhersteller muss sich noch an die NASA halten.

