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Gold erreicht ein neues Allzeithoch von 4.800 US-Dollar, während Bitcoin auf 88.000 US-Dollar abstürzt


- Der Goldpreis erreichte ein neues Rekordhoch von über 4.800 US-Dollar, ein Plus von 13 % seit Jahresbeginn und 92 % im vergangenen Jahr.
- Bitcoin fiel unter die Marke von 89.000 US-Dollar und verlor an Schwung mit einem Plus von lediglich +4,90 % seit Jahresbeginn, trotz der Stärke Anfang Januar.
Live-Berichterstattung
Die US-Börsen brachen am Dienstag ein, da die Folgen der Grönland-Zölle von Donald Trump immer deutlicher wurden. Der Dow Jones fiel um 870 Punkte bzw. 1,8 Prozent, der S&P 500 verlor 2,1 Prozent und der Nasdaq gab um 2,4 Prozent nach.
Sowohl der S&P als auch der Nasdaq liegen im laufenden Jahr im Minus, wobei der S&P seit Jahresbeginn um 0,9 % und der Nasdaq um 1,2 % gefallen ist.
Der Cboe Volatility Index (VIX), das wichtigste Angstbarometer der Wall Street, schnellte auf 20,69 hoch, den höchsten Stand seit dem 25. November, und notierte zum Handelsschluss immer noch über 20.
Im Zentrum dieser Flucht standen US-Staatsanleihen, deren Renditen nach dem Verkauf der Schuldtitel durch Investoren sprunghaft anstiegen. Auch der US-Dollar gab nach, was den Druck auf amerikanische Vermögenswerte noch verstärkte.
In Europa kündigte AkademikerPension, ein dänisches Pensionsunternehmen, an, sich aufgrund wachsender Besorgnis über die Finanzlage der USA aus dem US-Staatsanleihenfonds zurückzuziehen.
Bei den Rohstoffen stieg der Goldpreis auf 4.800 US-Dollar pro Unze und erreichte damit einen neuen Höchststand, während sich die weltweite Panik verschärfte. Bitcoin fiel auf Coinbase auf 89.389 US-Dollar, nachdem er zwischenzeitlich ein Tagestief von 88.700 US-Dollar erreicht hatte.
Silber notierte stabil bei 94 US-Dollar und damit weiterhin nahe seinem Allzeithoch von vor zwei Tagen. Angesichts der eskalierenden geopolitischen Spannungen investieren Anleger verstärkt in Sachwerte.
Die Kupferpreise fielen an der Londoner Metallbörse auf 12.919 US-Dollar pro Tonne, ein Minus von 0,4 Prozent. Dies ist der dritte Rückgang innerhalb von vier Handelstagen.
Das Metall hatte erst letzte Woche einen Rekordpreis von 13.407 Dollar erreicht, doch die Dynamik hat sich umgekehrt, da in China, dem weltweit größten Abnehmer, Anzeichen für einen Nachfrageeinbruch auftauchen.
Chinesische Stahlhersteller haben nach dem Preisanstieg ihre Einkäufe deutlich reduziert, und das macht sich nun bemerkbar. Der Yangshan-Aufschlag, ein wichtiger Indikator für die chinesische Importnachfrage, hat sich im letzten Monat halbiert und liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit Mitte 2024.
Im vergangenen Jahr stieg der Kupferpreis um über 40 %, da Angebotsengpässe auf massive Käufe im Zuge der Energiewende trafen. Auch 2026 setzte sich der Preisanstieg fort, da die Produktionsausfälle in den Minen anhielten und die USA neue Einfuhrzölle einführten, was die Verfügbarkeit weiter verknappte und mehr Käufer nach London trieb.
Andere Basismetalle gaben ebenfalls nach. Aluminium fiel um 0,7 % auf 3.136 US-Dollar pro Tonne, Nickel um 1,3 % auf 17.895 US-Dollar.
Die Gold-Futures erreichten ein neues Allzeithoch von 4.739 US-Dollar pro Unze und setzten damit eine rasante Rallye fort, die das Edelmetall in den letzten zwölf Monaten um 81 % steigen ließ – dertronAnstieg, den Gold je erlebt hat.

Bitcoin fiel auf Coinbase auf 91.525 US-Dollar und setzte damit seinen schwachen Kurs fort, der Händler angesichts zunehmender Marktvolatilität verunsichert. Über 83 Millionen US-Dollar an gehebelten Positionen wurden liquidiert. Davon stammten 49,5 Millionen US-Dollar aus Long-Positionen Bitcoin
Der Kurssturz folgte auf erneute Äußerungen von US-dent Donald Trump, der erklärte, dass Zölle auf Waren aus acht europäischen Ländern erhoben würden, bis eine Einigung über den von ihm so genannten „vollständigen und totalen Kauf Grönlands“ erzielt sei

Trumps erneuter Vorstoß zur Annexion der arktischen Insel sorgte für Verunsicherung an den globalen Märkten und ließ die Futures stark fallen. Die Dow-Jones-Futures deuteten auf einen Rückgang von 378 Punkten zum Handelsstart hin, während die S&P-500-Futures um 0,9 % und die Nasdaq-100-Futures um etwa 1,1 % nachgaben – ein Zeichen für einen schwierigen Start in den Handelstag.
Gleichzeitig wurden auch die Anleihemärkte getroffen. Die Rendite 40-jähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf ein Rekordhoch, da Anleger aus Sorge vor einer weiteren Belastung der Staatsfinanzen durch geplante Senkungen der Lebensmittelumsatzsteuer langlaufende Schuldtitel verkauften.
Die Rendite 40-jähriger Anleihen stieg um mehr als 5 Basispunkte auf 4 % und erreichte damit den höchsten Stand seit Einführung dieser Laufzeit. Anleihen mit kürzeren Laufzeiten gaben noch stärker nach.
Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen stieg um über 6 Basispunkte auf 2,3 %, den höchsten Wert seit 1999, während die Rendite 20-jähriger Anleihen um etwa 9 Basispunkte auf 3,35 % zulegte.
Was man wissen sollte
Gold hat es wieder einmal geschafft. Es ist nun zum ersten Mal in der Geschichte 7.800 US-Dollar wert. Bitcoin bleibt im Minus.
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