- Der Goldpreis erreichte ein neues Rekordhoch von über 4.800 US-Dollar, ein Plus von 13 % seit Jahresbeginn und 92 % im vergangenen Jahr.
- Bitcoin fiel unter die Marke von 89.000 US-Dollar und verlor an Schwung mit einem Plus von lediglich +4,90 % seit Jahresbeginn, trotz der Stärke Anfang Januar.
Ethereum verzeichnete einen massiven Anstieg der Aktivität, doch die Daten zeigen, dass der größte Teil davon auf Stablecoin-Spam im Stil von Poisoning zurückzuführen ist und nicht auf organisches Nutzerwachstum.
Die Zahl der neu angelegten Ethereum -Adressen stieg um das 2,7-Fache gegenüber dem Durchschnitt für 2025. In der Woche vom 12. Januar wurde ein Höchststand von 2,7 Millionen neuen Adressen erreicht, was einem Anstieg von 170 % gegenüber dem Normalniveau entspricht.
Das Transaktionsvolumen folgte demselben Muster. Die wöchentlichen Ethereum Transaktionen stiegen um 63 % von 10,5 Millionen auf einen Rekordwert von 17,1 Millionen. Eine detaillierte Analyse der Transaktionsströme ergab, dass Stablecoins für rund 80 % des Adresswachstums verantwortlich waren, was sofort Alarmglocken schrillen ließ.
Eine genauere Analyse zeigt den Grund. 67 % der neuen Adressen erhielten bei ihrer ersten Stablecoin-Transaktion weniger als 1 US-Dollar – ein classic Anzeichen für Dusting.
Konkret wurden 3,86 Millionen von 5,78 Millionen Adressen beim ersten Kontakt gelöscht. Diese Mikroüberweisungen dienen dazu, Transaktionshistorien zu verfälschen, nicht aber neue Nutzer zu gewinnen.
Der Grund dafür sind automatisierte Smarttrac. Die Analyse von USDT- und USDC-Transfers unter 1 US-Dollar zwischen dem 15. Dezember 2025 und dem 18. Januar 2026 ergab, dass eine kleine Gruppe von Absendern massenhaft Gelder an riesige Adresslisten überweist.
Die drei größtentrachaben Dust an 690.000, 589.000 bzw. 405.000 Adressen gesendet. Ihr Code enthält eine Funktion namens „fundPoisoners“, die Hunderte von Poisoning-Wallets mit einer einzigen Transaktion auffüllt und jedem Wallet Token sowie ETH für die Transaktionsgebühren zukommen lässt.
Diese manipulierten Wallets werden dann an Millionen von Empfängern verbreitet. Sie sind so gestaltet, dass sie echten Adressen optisch sehr ähnlich sehen und die ersten und letzten Zeichen übereinstimmen. Die Opfer kopieren vertraute Elemente aus ihrem Transaktionsverlauf und überweisen echtes Geld an die Angreifer.
Bislang wurden 740.000 US-Dollar von 116 Opfern gestohlen, wobei diese Zahl wahrscheinlich zu niedrig angesetzt ist. Bei einer früheren Vergiftungskampagne erbeuteten die Täter innerhalb von 66 Tagen 68 Millionen US-Dollar, wobei die meisten Verluste kurz vor Schluss entstanden.


