In einem Schritt, der den Kryptowährungsmarkt in den Vereinigten Staaten erheblich beeinflussen könnte, plant die Receipts Depositary Corporation (RDC), unterstützt von Franklin Templeton, BTIG und Broadhaven Ventures, die Einführung eines neuen bitcoin-basierten Sicherheitsprodukts.
Das Produkt, das von der Registrierungspflicht bei der Securities and Exchange Commission (SEC) befreit ist, soll voraussichtlich in den kommenden Wochen an qualifizierte institutionelle Käufer gemäß dem US Securities Act von 1933 ausgegeben werden.
Innovative Bitcoin -Hinterlegungsscheine von RDC
Das neue Angebot von RDC, Bitcoin Depositary Receipts (BTC DRs), bietet qualifizierten institutionellen Anlegern einen regulierten und sicheren Zugang zu digitalen Vermögenswerten. Zu diesen Anlegern zählen Banken und Investmentfirmen mit beträchtlichem Vermögen, die aufgrund ihrer Finanzexpertise auch mit Wertpapieren handeln können, die nicht bei der SEC registriert sind.
Die BTC DRs sind den American Depositary Receipts (ADRs) nachempfunden, die Aktien ausländischer Unternehmen repräsentieren und an US-Börsen in US-Dollar gehandelt werden. Diese Struktur vereinfacht für amerikanische Anleger den Kauf und Verkauf von Aktien ausländischer Unternehmen.
Ankit Mehta, Mitgründer und CEO von RDC, zeigte sich begeistert von der Möglichkeit für institutionelle Anleger, über BTC DRs einen sicheren und regulierten Zugang zu digitalen Vermögenswerten zu erhalten. Er hob die Vorteile von Hinterlegungsscheinen hervor, wie deren etablierte Struktur, das direkte Eigentum am zugrunde liegenden Vermögenswert und die einfache Integration in institutionelle Produkte. BTC DRs bieten den Vorteil der universellen Fungibilität, wodurch qualifizierte institutionelle Anleger ihre bitcoin Bestände in DRs und umgekehrt umwandeln können.
Betriebsmechanismen und Einhaltung regulatorischer Bestimmungen für BTC DRs
Broadridge Corporate Issuer Solutions fungiert als SEC-registrierter Transferagent für RDC, während Anchorage Digital, eine bundesweit zugelassene Digitalbank, die Verwahrung in einer insolvenzsicheren Struktur übernimmt. Diese Vereinbarung minimiert das Kontrahentenrisiko der ausgebenden Depotbank und gewährleistet, dass die DRs vollständig durch in Verwahrung befindliche bitcoin gedeckt sind. Die BTC-DRs werden weder verliehen, weiterverpfändet noch verpfändet.
Die BTC DRs werden innerhalb der regulierten Marktinfrastruktur und über die Depository Trust Company (DTC) abgewickelt. Diese Struktur ermöglicht es qualifizierten Anlegern, bitcoin mit derselben Technologie, denselben Arbeitsabläufen und denselben Kontrahentenbeziehungen zu erwerben, die sie auch für traditionelle Wertpapiere nutzen. Diogo Mónica, Präsident dent Mitbegründer von Anchorage Digital, lobte die Expertise des DTC-Teams im Bereich der Hinterlegungsscheine und zeigte sich begeistert, Bitcoin in das Wertpapierökosystem zu integrieren.
Während BTC DRs das erste Angebot von RDC darstellen, plant das Unternehmen die Schaffung von Clearinghaus-fähigen Wertpapieren für weitere alternative Vermögenswerte. Diese Entwicklung ist Teil eines breiteren Trends in der Kryptoindustrie, die seit Jahren um einen Platz im Bitcoin ETF-Markt konkurriert. Auch Franklin Templeton ist mit seinem Franklin Bitcoin ETF in den Wettbewerb eingestiegen. Dieser ETF soll hauptsächlich aus bitcoin bestehen, die von der Coinbase Custody Trust Company verwahrt werden, und – nach Genehmigung – an der Cboe BZX Exchange gelistet und gehandelt werden.
Abschluss
Die Einführung der BTC DRs durch RDC stellt einen bedeutenden Meilenstein für die Integration von Kryptowährungen in traditionelle Finanzprodukte dar. Das innovative Produkt bietet qualifizierten institutionellen Anlegern nicht nur eine neue Möglichkeit, in bitcoin zu investieren, sondern demonstriert auch die wachsende Akzeptanz und Integration digitaler Vermögenswerte im regulierten Finanzmarkt. Da RDC und andere Vermögensverwalter diese Angebote kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen, steht der Markt für Kryptowährungsinvestitionen vor weiterer Evolution und Wachstum.

