Der stellvertretende Gouverneur der französischen Zentralbank, Denis Beau, sprach auf dem Pariser Blockchain-Gipfel über die Fortschritte bei der Einführung der französischen CBDC (digitalen Zentralbankwährung).
Der stellvertretende Gouverneur sprach in seiner Rede über notwendige regulatorische Änderungen und den rechtlichen Rahmen der bevorstehenden Einführung digitaler Währungen. Digitale Zentralbankwährungen (CBDC) sind in den letzten Jahren in vielen Ländern ein viel diskutiertes Thema gewesen.
Allem Anschein nach dürfte die digitale Währung ein Erfolg werden, da sie nächstes Jahr (2021) in China eingeführt werden soll.
Mehrere andere Länder, darunter Kanada, die Vereinigten Staaten und Russland, die ebenfalls eine CBDC einführen wollen, befinden sich jedoch noch in der Anfangsphase der Umsetzung ihrer digitalen Währungen.
in Frankreich wird an einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) gearbeitet. Um den Prozess zu optimieren, hat die französische Zentralbank gemeinsam mit der Société Générale digitale Transaktionen, die Tokenisierung von Wertpapieren und die Abwicklung von Transaktionen auf der privaten Blockchain getestet.
Derzeit analysieren sie, ob die Tokenisierung bei grenzüberschreitenden Zahlungen helfen kann, die laut Beau kostspielig sind, lange Verzögerungen vor der Abwicklung verursachen und Unsicherheiten bei den Geldwäscheprüfungen hervorrufen.
Wie geht es weiter mit der Einführung der französischen digitalen Zentralbankwährung?
Beau erklärte in seiner Rede auf dem Blockchain-Gipfel, dass es acht CBDC-Experimente geben werde, bevor über die nächsten Schritte zur Einführung einer französischen CBDC entschieden werde.
Laut Beau würden die Tests ihnen helfen, nicht nur das Potenzial der Technologie zu untersuchen, sondern auch die Akteure im Ökosystem zu befragen, wie die Landschaft von morgen aussehen könnte.
Die Experimente würden der Bank auch helfen, herauszufinden, wie grenzüberschreitende Zahlungen verbessert oder CBDCs auf neue Weise für Akteure des Finanzsektors verfügbar gemacht werden können. Beau merkte zudem an, dass man so feststellen könne, ob der geltende Regulierungsrahmen angepasst werden müsse, da die Experimente innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens stattfänden.
Europa und CBDC
Die Europäische Zentralbank arbeitet wie andere Länder an der Schaffung eines digitalen Euro.
EZB-dent Christine Lagarde sprach über den Wettbewerb um die Vorherrschaft im globalen Zahlungsverkehr und über Überlegungen zu einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) für den Einzelhandel in der Eurozone.
Frankreich hat sich gegen die Idee ausgesprochen, dass ein privates Unternehmen wie Facebook eine digitale Währung einführt, die mit der Landeswährung konkurrieren würde.

