Die US-Behörden haben einen ehemaligen Mitarbeiter von OpenSea wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen. Laut mehreren Berichten wurde Nathaniel Chastain gestern nach Bestätigung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe verhaftet. Vor seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen war Chastain als Produktdesigner für den NFT- Marktplatz tätig. Dieser Fall ist der erste seiner Art im Kryptomarkt, der NFTs betrifft.
Der ehemalige OpenSea-Mitarbeiter verkaufte 45 NFTs mit Gewinn
Laut Anklage handelte und verkaufte der ehemalige OpenSea-Mitarbeiter während seiner Zeit im Unternehmen rund 45 NFTs auf der OpenSea-Plattform, um damit Gewinn zu erzielen. Seine Vorgehensweise bestand darin, die NFTs zu kaufen und sie später mit maximalem Gewinn weiterzuverkaufen. Die Ermittlungen ergaben, dass der ehemalige OpenSea-Mitarbeiter die Kunstwerke innerhalb von Sekunden nach deren Veröffentlichung auf der Plattform erwarb und sie verkaufte, sobald sich ein Gewinn abzeichnete.
Die Behörden argumentieren nun, dass Chastain vollen Zugriff darauf hatte, welche NFTs in regelmäßigen Abständen gelistet wurden. Dies habe ihm Einblick in die Kunstwerke verschafft, die er erwerben konnte, um in kürzester Zeit maximalen Gewinn zu erzielen. Eines der betroffenen NFTs war „Spectrum of Ramenfication“, das Chastain für mehr als das Vierfache des Listenpreises verkaufte. Verdächtig war dabei, dass das NFT erst am Vorabend gelistet und am nächsten Morgen sofort verkauft wurde.
Chastain drohen bis zu 20 Jahre Haft
Der US-Staatsanwalt Damian Williams hat ebenfalls eine Erklärung dazu abgegeben und sein Engagement bekräftigt, gegen Insiderhandel vorzugehen. Chastain wird zudem Betrug und Geldwäsche vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft. OpenSea erklärte, man habe nach Entdeckung der Machenschaften umgehend Ermittlungen eingeleitet.
Nachdem das Ausmaß des Verbrechens aufgedeckt worden war, wurde Chastain daraufhin entlassen. Nach seiner Entlassung bei OpenSea begann er, an Oval zu arbeiten, einem Projekt, das er schon länger betreute. Vor einigen Wochen musste sich tron verantworten . Die Täter sollen entweder bekannte Geschäftspartner oder Mitarbeiter des Unternehmens gewesen sein. Obwohl es in den letzten Tagen keine Neuigkeiten zu dem Fall gab, kündigte das Unternehmen an, die Art und Weise der Listung seiner Produkte auf der Plattform zu überprüfen.

