Der Kryptomarkt zeigte sich 2019 relativ stabil. Preiskorrekturen waren minimal, und anhaltende Marktanstiege führten zu einer Steigerung der Marktkapitalisierung aller digitalen Währungen. Die Krypto-Community musste jedoch auch negative Presseberichte verkraften, als der Bitfinex-Tether-Skandal die Märkte erschütterte und für Verunsicherung sorgte.
In der neuesten Folge des „What Bitcoin Did“-Podcasts mit Peter McCormack sprach Phil Potter, ehemaliger CSO von Bitfinex und Mitgründer von Tether, über Bitfinex und die Herausforderungen in der Anfangszeit. Potter erklärte, die Leitung einer Bitcoin Börse sei die größte Schwierigkeit gewesen, da sich der Markt noch in der Entwicklung befand und rund um die Uhr geöffnet sein musste. Zudem war der Aufbau eines integrierten Entwicklerteams für das global verteilte Unternehmen entscheidend. Während andere Börsen über ein Netzwerk verfügten, in dem Programmierer in Büros arbeiteten, war Bitfinex ein dezentrales Unternehmen, das mit dezentraler Währung handelte.
Potter erklärte außerdem, dass der Börsenbetrieb aufgrund der dezentralen Struktur in verschiedenen Zeitzonen stattfand. Daher sei es für das Unternehmen unerlässlich gewesen, Richtlinien und Regeln festzulegen, um die Börse zu überwachen. Potter fügte hinzu, dass der Betrieb einer Bitcoin Börse diverse Risiken berge und die Sicherheit eine der größten Herausforderungen darstelle, der ständige Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse.
Abschließend wies Potter darauf hin, dass Hacker unabhängig vom Fortschritt bei der Sicherheit der Kryptowährungsentwicklung immer einen Weg finden werden, das System auszunutzen.
Der ehemalige CSO von Bitfinex teilt seine Erfahrungen im Management einer Bitcoin Börse