Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) führt eine Reihe neuer regulatorischer Änderungen ein, um die Gründung neuer Banken zu fördern, die Aufsicht über Kryptowährungen zu verbessern und besser auf mögliche Großbankausfälle vorbereitet zu sein.
Travis Hill (Vorsitzender der FDIC) ging in seiner Rede auf diese Reformen , um zu verdeutlichen, wie die Behörde mit Finanzinnovation und Stabilität umgeht.
Die FDIC drängt auf die Wiederbelebung der Gemeinschaftsbanken
Die Zahl der Banklizenzen in den USA sank von über 8.500 im Jahr 2008 auf etwa 4.500 heute. Hill erklärt, dass der Hauptgrund dafür darin liegt, dass mehrere Banken fusionierten, während jährlich weniger als sechs neue Banken gegründet werden.
Die FDIC plant, die Gründung neuer Banken in unterversorgten Gebieten zu fördern, indem sie die Kapitalanforderungen für Antragsteller senkt, die sich bei einfachen, traditionellen Banken registrieren lassen möchten. Hill erwähnte in seiner Rede außerdem, dass etwa 68 Millionen Amerikaner in Landkreisen ohne lokale Gemeinschaftsbanken leben.
Die FDIC möchte auch überdenken, wie sie Anträge auf Einlagensicherung von technologiebasierten und nicht-traditionellen Banken prüft, da es besser sei, diese Gruppen zu regulieren, als sie über komplizierte Partnerschaften agieren zu lassen.
Die FDIC lockert die Kryptoregeln, um Innovationen zu fördern
Die neuen FDIC-Richtlinien erlauben es Banken, Krypto-bezogene Dienstleistungen ohne vorherige Genehmigung anzubieten, allerdings unter der Bedingung, dass sie die Risiken angemessen managen und mit ihren Aufsichtsbehörden kommunizieren.
Hill sagte, die FDIC betrachte Kryptowährungen mittlerweile wie jede andere Bank, über die wir Transaktionen abwickeln, blockiere aber die öffentliche Nutzung der Blockchain, obwohl andere Länder dies erlauben.
Nach dem Scheitern der Bank of Silicon Valley und der Signature Bank im Jahr 2023 hat die FDIC ihre Vorgehensweise bei Bankeninsolvenzen überdacht.
Experten wie die ehemalige FDIC-Vorsitzende Sheila Bair unterstützen das Vorhaben und argumentieren, dass Verkäufe die Gemeinden besser schützen und den Wert der Anlagen wiederherstellen würden. Kritik kam jedoch auch von Shayna Olesuik, die der FDIC vorwarf, die bestehenden Vorschriften ohne ordnungsgemäßes Gesetzgebungsverfahren zu lockern.
Hill antwortete den Kritikern, dass die FDIC sicherstellen werde, dass diese Banken hohe Servicestandards erfüllen, und gleichzeitig ihre Regeln so ändern werde, dass sie für neue Institute effizienter und realistischer seien.
Die FDIC bewertet die Regulierung von Stablecoins und technische Schutzmaßnahmen für die Bankenabwicklung
Hill ging auch auf neue Fragen im Zusammenhang mit Stablecoins ein, insbesondere im Hinblick auf die laufenden Gesetzgebungsbemühungen des Kongresses. Die FDIC prüft derzeit, ob die Vorschriften zur Einlagensicherung geändert werden sollen, um die Zulassungskriterien für Stablecoin-Reserveeinlagen zu präzisieren. Zu den zu prüfenden Bereichen gehören das Liquiditätsrisikomanagement, der Schutz vor illegalen Finanzströmen und Cybersicherheitsstandards.
In den Jahren 2020 und 2021 erteilte das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) nationalen Banken die Genehmigung für verschiedene Krypto-Dienstleistungen, darunter die Verwahrung und Ausgabe von Stablecoins, die Teilnahme an Blockchain-Validierungen und die Annahme von Stablecoin-Einlagen. Die FDIC prüft nun, ob sie die Grenzen zulässiger Aktivitäten präzisieren und neue Anwendungsfälle hinzufügen oder ihre regulatorischen Leitlinien erweitern soll.
Die Rede unterstrich zudem die Notwendigkeit einer expliziteren regulatorischen Abdeckung tokenisierter realer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wie beispielsweise tokenisierter Einlagen bei Geschäftsbanken. Hill betonte, dass die FDIC „Einlagen als Einlagen betrachtet, unabhängig von der verwendeten Technologie oder Buchführung“.
Er äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit von Vertragspartnern, im Falle einer Bankenpleite über Smarttraczum Nennwert abzuheben, und merkte an, dass dies die Abwicklungskosten erhöhen könnte, wenn die Schutzmechanismen für solche Abflüsse nicht ausreichend wirksam sind. Diese Besorgnis treibt die internen Bemühungen der FDIC an, technische Lösungen zu prüfen, die unbeabsichtigte Geldflüsse bei der Abwicklung von Banken verhindern könnten.
Laut Hill besteht die Herausforderung darin, die Programmierbarkeit auf der Blockchain mit den traditionellen, in der Finanzregulierung verankerten Schutzmechanismen in Einklang zu bringen, die eine geordnete Beilegung institutioneller Krisen fördern sollen.

