Der EU-Handelsüberschuss erreichte im September 2025 einen Höchststand von 19,4 Milliarden Euro, da die Exporte in die USA nach Inkrafttreten des neuen transatlantischen Handelsabkommens im Vergleich zum Vorjahr um 15 % zunahmen. Auch die EU-Exporte in die übrige Welt stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 % auf 256,6 Milliarden Euro, während die Importe um 5,3 % auf 237,1 Milliarden Euro zunahmen.
Die am 14. November veröffentlichten Daten von Eurostat zeigen, dass der Handelsüberschuss der Eurozone im September deutlich um 17,5 Milliarden Euro gegenüber 1,9 Milliarden Euro im August gestiegen ist. Die Daten bestätigen zudem, dass der Handelsüberschuss im Jahresvergleich um 33,5 % von 12,9 Milliarden Euro im September 2024 auf 19,4 Milliarden Euro im September 2025 ansteigen wird.
Eurostat betonte, dass der resultierende Überschuss die positive Dynamik im Handel mit den Vereinigten Staaten verdeutlichte. Dieser Überschuss entstand, als die positiven Auswirkungen des neuen Handelsabkommens zwischen den USA und der EU sichtbar wurden.
Die US-Exporte der EU stiegen im September auf 53,1 Milliarden Euro
Laut Eurostat-Daten stiegen die EU-Exporte in die USA im September im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 % auf 53,1 Milliarden Euro. Auch die Importe aus den USA legten zu und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % auf 30,9 Milliarden Euro. Der Handelsüberschuss der EU gegenüber den USA verbesserte sich auf 22,2 Milliarden Euro, gegenüber 18,5 Milliarden Euro im September 2024.
jedoch Handelsabkommen bald auf erste größere Kritik stoßen. Ruben Segura-Cayuela, Ökonom bei der Bank of America, erklärte, das Abkommen sei von Anfang an wackelig gewesen. Er merkt an, dass ungelöste Probleme und mangelnde Klarheit hinsichtlich zentraler Verpflichtungen das Abkommen gefährden werden.
Der Ökonom der Bank of America (BOA) gab bekannt, dass es wichtige Elemente wie die von der EU zugesagten Zollsenkungen auf Industriegüter gibt. Er merkte an, dass diese noch nicht endgültig festgelegt oder genehmigt seien. Ruben wies zudem darauf hin, dass weiterhin Widersprüche hinsichtlich des Umfangs der regulatorischen Angleichung bestünden, insbesondere in sensiblen Sektoren wie Investitionen, Verteidigung und Energie. Die Kommission wird voraussichtlich einen überarbeiteten Umsetzungsplan in Washington vorlegen, der auf die Erfüllung dieser Verpflichtungen abzielt.
Der Handel zwischen der EU und China schwächt sich ab, da Chemikalien den globalen Handelsüberschuss der EU antreiben
Die Daten von Eurostat bestätigen den anhaltenden Rückgang des chinesischen Handels mit der EU trotz destronWachstums der US-Exporte. Die Exporte nach China sanken im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % auf 16,7 Milliarden Euro, was auf eine verhaltene chinesische Nachfrage hindeutet. Auch die Exporte in die Türkei gingen um 1,5 % zurück, während die Exporte nach Japan um 3,5 % und nach Mexiko um 11,1 % stiegen. Die Exporte nach Südkorea legten um 6,6 % und nach Indien um 7,7 % zu.
Unterdessen trugen chemische Produkte maßgeblich zur Verbesserung der EU-Handelsbilanz bei. Laut Eurostat-Daten erzielte die EU im September einen Überschuss von 16,3 Milliarden Euro, nachdem im Vormonat noch ein defivon 4,5 Milliarden Euro verbucht worden war.
Der Wandel wurde maßgeblich vom Chemiesektor getragen, dessen Überschuss von 15,4 Milliarden Euro im August auf 26,9 Milliarden Euro im September anstieg. Der Überschuss im Bereich Fahrzeuge und Maschinen verringerte sich hingegen im Jahresvergleich von 16,4 Milliarden Euro auf 13,8 Milliarden Euro. Die EU-Handelsbilanz verbesserte sich insgesamt um 6,8 Milliarden Euro im Jahresvergleich.
Von Januar bis September 2025 verzeichnete einen Überschuss von 128,7 Milliarden Euro, ein Rückgang um 4,17 % gegenüber 134,3 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum im Jahr 2024. Auch der EU-Überschuss sank im bisherigen Jahresverlauf um 7,69 % auf 104,3 Milliarden Euro.

