Der Euro blieb diese Woche stabil, selbst nachdemdent Donald Trump seine Handelsdrohungen gegen europäische Regierungen wegen Grönland erneuert hatte.
Der Druck wirkte real, doch die Reaktion blieb gelassen. Der Grund dafür liegt in den Kapitalströmen, nicht in der Politik. Europa finanziert einen Großteil der US-Märkte.
Europa ist der größte ausländische Kreditgeber der Vereinigten Staaten. Länder der Region halten US-Anleihen und Aktien im Wert von rund 8 Billionen Dollar.
Diese Zahl verdoppelt nahezu die Bestände des Restes der Welt. George Saravelos, globaler Leiter der Devisenforschung bei der Deutschen Bank, erläuterte dies in einer Kundenmitteilung vom Sonntag. Der Euro wird durch dieses Geldmengen- und Hebelverhältnis gestützt.
Folgen der Zölle gegen europäische Kapitalbeschränkungen
Saravelos warnte, dass das westliche Bündnis unter großem Druck stehe. Er sagte: „In einem Umfeld, in dem die geoökonomische Stabilität des westlichen Bündnisses existentiell bedroht ist, ist es nicht klar, warum die Europäer noch bereit sein sollten, diese Rolle zu spielen.“
Er fügte hinzu: „Die Entwicklungen der letzten Tage bergen das Potenzial, die Dollar-Neuausrichtung weiter zu begünstigen.“ Diese Bemerkungen verknüpften das Marktrisiko mit der Finanzierung, nicht mit Zöllen. Der Eurokurs geriet unter Druck, da Anleger ihre Positionen beidseits des Atlantiks neu bewerteten.
Saravelos erklärte, neue US-Zölle wegen Grönland könnten Europa zu einer engeren politischen Koordinierung bewegen. Diese Dynamik habe die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Währungsdrucks in dieser Woche verringert.
Er sagte außerdem: „Entscheidend in den nächsten Tagen wird sein, ob die Europäische Union ihr Instrument gegen Zwang aktiviert.“ Der französische Präsident Emmanuel Macrondent , diesen Schritt zu beantragen, wie eine ihm nahestehende Person unter der Bedingung der Anonymität aufgrund von Regierungsrichtlinien mitteilte.
Saravelos sagte: „Angesichts der rekordniedrigen Nettoauslandsinvestitionsposition der USA war die gegenseitige Abhängigkeit der europäischen und US-amerikanischen Finanzmärkte noch nie so hoch.“
Er fügte hinzu: „Die Instrumentalisierung des Kapitals als Waffe und nicht die der Handelsströme würde die Märkte bei weitem am stärksten stören.“
Chinesische Unternehmen haben im vergangenen Jahr den Einsatz des Euro im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr deutlich ausgeweitet. Die Abwicklungen in dieser Währung stiegen so schnell wie seit 2010 nicht mehr.
Daten der staatlichen Devisenverwaltung zufolge stiegen die Zahlungen im Jahr 2025 um 22,8 % auf 1,18 Billionen Yuan bzw. 169 Milliarden US-Dollar.
Die Berechnungen von Bloomberg stimmten mit den Zahlen überein. Der Handel zwischen China und der Europäischen Union erreichte 2025 ein Volumen von 828,1 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr. Daten der SAFE zeigten, dass der Euro

