Die Gerichte des Dubai International Financial Centre (DIFC) haben einen neuen Mediations- und Notarservice eingeführt, der auf KI-Technologie und der Hedera-Blockchain-Plattform basiert. Diese Entwicklung folgt der Verabschiedung des Dubai-Gesetzes Nr. (2) im März 2025 durch Seine Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum,dent und Premierminister der VAE und Herrscher von Dubai, welches die rechtliche Grundlage für diese Dienstleistungen bildet.
Das neue Mediationszentrum wird in den DIFC-Gerichten angesiedelt sein und als alternativer Streitbeilegungsweg dienen, auf dem die Parteien ihre Streitigkeiten gütlich mit Hilfe von beim Gericht registrierten Mediatoren beilegen können.
Die Parteien können die Mediatoren auswählen und Gebühren und Bedingungen im Voraus vereinbaren. Außerdem haben sie die Wahl, die Mediationssitzungen online über das neu aufgerüstete und KI-gestützte Gerichtsverwaltungssystem (CMS) oder persönlich in den Räumlichkeiten der DIFC-Gerichte durchzuführen.
Seine Exzellenz Wayne Martin, Oberster Richter der DIFC-Gerichte, ist der Ansicht, dass das DIFC-Gerichtsmediationszentrum und der Notariatsdienst das Leistungsspektrum erweitern und den Zugang zur Justiz verbessern werden. Zudem bieten sie mehr Flexibilität für Unternehmen und Privatpersonen, die effiziente und kostengünstige Lösungen suchen.
DIFC Courts führt Notardienstleistungen auf Basis der Hedera-Blockchain ein
Parallel zum neuen Mediationszentrum erweitert das DIFC Courts sein Dienstleistungsangebot um einen auf der Hedera Blockchain.
Laut Pressemitteilungberechtigt dieser praktische Zusatzservice die Notare der DIFC-Gerichte, Eide, eidesstattliche Versicherungen, Bekräftigungen und Erklärungen abzunehmen, zu bezeugen und zu bestätigen sowie beglaubigte Kopien von Dokumenten für Unternehmen und Privatpersonen zu erstellen. Der Service beglaubigt ausschließlich englischsprachige Dokumente und ist der erste seiner Art in den VAE.
Der Dienst bietet einen automatisierten Selbstbedienungsservice, ein virtuelles Live-System und einen persönlichen Service. Nutzer des Dienstes haben außerdem die Möglichkeit, einen Authentifizierungsdienst über die primäre Quellenverifizierung (PSV) von DataFlow zu nutzen.
Jedem Dokument wird eintronoder physischer Stempel und ein Siegel beigefügt, und die notariell beglaubigten Dokumente werden mithilfe fortschrittlicher kryptografischer Methoden, die von der Hedera Blockchain unterstützt werden, verifiziert, indem die Beglaubigungsereignisse mit einem Zeitstempel in der Blockchain protokolliert werden.
Die Erhaltung und Integrität notariell beglaubigter Dokumente wird durch den Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) von Hedera sichergestellt, indem die Dokumente gemäß den ERC20-Standards in verifiabledent(VC) umgewandelt werden.
Die Privatsphäre der Nutzer wird jederzeit durch fortschrittliche Verschlüsselungsmethoden und datenschutzwahrende Protokolle gewahrt, sodass sensible Informationen während des gesamten Prozesses umfassend geschützt sind.
Seine Exzellenz Richter Omar Al Mheiri, Direktor der DIFC-Gerichte, stellte fest, dass die Lösungen der DIFC-Gerichte gezielt darauf ausgerichtet sind, Vertrauen, Klarheit und Rechtssicherheit in das erste englische Common-Law-System der Region zu bringen, damit Unternehmen florieren können.
Er erklärte: „Da Dubai und das DIFC weiterhin eine führende Rolle in den Bereichen Handel, Investitionen und Regierungsführung einnehmen, ist es unser Ziel bei den Gerichten, transparente, effiziente und zukunftsfähige juristische Lösungen voranzutreiben, um den sich wandelnden Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft gerecht zu werden.“
Im Jahr 2024 führten die Gerichte des Dubai International Financial Centre (DIFC) in Zusammenarbeit mit der Hashgraph Association und UAE Deca4 Consultancy eine auf dem DLT-Hedera-Netzwerk basierende Lösung für digitale Testamente ein. Mit dieser Lösung können Privatpersonen ihre digitalen Vermögenswerte über eine Wallet der DIFC-Gerichte, die nicht von der Verwahrung der digitalen Vermögenswerte abhängig ist, verteilen.

