Zum Jahresende US-Gesetzgeber aktiv darum, kryptowährungsbezogene Maßnahmen in die finalen Gesetzespakete für 2023 aufzunehmen. Während einige Branchenkenner vermuten, dass 2024 substanziellere Schritte unternommen werden könnten, laufen die Bemühungen weiter, Kryptobestimmungen in die Jahresendgesetze zu integrieren. Insbesondere der National Defense Authorization Act (NDAA) steht im Fokus potenzieller Änderungen mit Bezug zur Kryptoindustrie.
Einbeziehung von Kryptomaßnahmen in die Jahresendrechnungen
Die Vorgehensweise des republikanischen Sprechers des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, bei einem Haushaltsgesetz hat Fragen hinsichtlich eines umfassenderen „Sammelgesetzes“ aufgeworfen, das die Aufnahme mehrerer Maßnahmen zum Jahresende ermöglichen würde. Trotz dieser Unsicherheit ist es jedoch weiterhin möglich, dass spezifische Kryptobestimmungen Eingang in andere Gesetzespakete finden.
Ein wichtiger Änderungsantrag, der derzeit diskutiert wird, ist ein parteiübergreifender Vorstoß der Senatorinnen Cynthia Lummis (Republikanerin aus Wyoming), Kirsten Gillibrand (Demokratin aus New York), Roger Marshall (Republikaner aus Kansas) und Elizabeth Warren (Demokratin aus Massachusetts). Dieser Änderungsantrag zielt darauf ab, Prüfungsstandards für Finanzinstitute festzulegen, die im Kryptobereich tätig sind. Darüber hinaus fordert er das Finanzministerium auf, dem Kongress Empfehlungen zu Krypto-Mixern vorzulegen.
Der sich entwickelnde Status der Krypto-Änderung
Der vorgeschlagene Änderungsantrag wird derzeit überarbeitet und verhandelt. Senator Lummis verdeutlichte die Dynamik dieses Gesetzgebungsverfahrens während des Blockchain Association Policy Summit mit folgenden Worten:
„Ich höre Gerüchte, und mehr sind es nicht, dass es in andere Verhandlungen verwickelt werden könnte, und ich weiß nicht, ob es das überstehen wird. Aber wir sollten Anfang nächster Woche mehr wissen.“
Die Akteure der Branche beobachten die Entwicklungen aufmerksam und blicken dem vorgeschlagenen Krypto-Zusatzgesetz vorsichtig optimistisch entgegen. Cody Carbone,dent für Politik der Handelskammer für digitale Wirtschaft, merkte an, dass dieser Zusatz einen Kompromiss darstelle, den die Kryptoindustrie akzeptieren könne. Gleichzeitig äußerte er jedoch Bedenken hinsichtlich eines weiteren Gesetzentwurfs von Senatorin Warren.
Ein heikler Balanceakt
Senator Warrens Gesetzesentwurf zielt auf eine Verschärfung der Regulierung von Kryptowährungen ab, insbesondere im Kampf gegen Geldwäsche und Sanktionsumgehung. Dazu gehört die Ausweitung der „Know-Your-Customer“-Pflichten auf Miner und Wallet-Anbieter. Obwohl diese Maßnahmen die Sicherheit und Verantwortlichkeit im Kryptobereich verbessern sollen, befürchten Kritiker, dass sie bestimmte Branchenakteure übermäßig belasten könnten.
Carbone erklärte:
„Wir wollen einfach keine neuen Standards und Belastungen für einige Akteure im Ökosystem schaffen, die nicht relevant sind. Genau das würde Warrens Gesetzesentwurf jedoch für Miner und Validatoren tun, die nicht mit Kunden zusammenarbeiten. Daher halten wir dies für einen guten Kompromiss.“
Zusätzlich zu den laufenden Diskussionen rund um die Krypto-Änderung brachte Carbone die Unterstützung der Handelskammer für den Financial Technology Protection Act zum Ausdruck.
Dieses Gesetz sieht die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor, die sich aus Vertretern verschiedener Bundesbehörden, darunter des Finanzministeriums, zusammensetzt. Hauptziel der Gruppe ist die Bekämpfung von Terrorismus und illegaler Finanzierung, was das Engagement der Branche für robuste Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.

