Zusammenfassung (TL;DR)
- Der Kryptomarkt ist jetzt deutlichtronals zuvor
- Gründe für die Widerstandsfähigkeit des Marktes
Ein leitender Stratege der Bank JPMorgan Chase & Co. verglich den Kryptomarktcrash der letzten Woche mit dem Marktcrash und erklärte, dass der Markt heute deutlich widerstandsfähiger und robuster sei als vor drei Jahren.
Dies trotz des erheblichen Preisrückgangs, der heute auf dem Markt im Vergleich zu vor drei Jahren zu verzeichnen ist.
Der jüngste heftige Einbruch am Kryptomarkt war die Folge von Elon Musks Handeln und Chinas ablehnender Haltung gegenüber Kryptowährungen. Ihre Maßnahmen führten zu einer der stärksten Korrekturen am Markt, gemessen am Wertverlust des US-Dollars.
Wenige Tage später stürzte der Bitcoin-Kurs von 50.000 US-Dollar auf ein Tief von 30.000 US-Dollar ab, und die meisten anderen Kryptowährungen fielen noch stärker. Der Absturz setzte sich fort, nachdem Händler mit zu hohem Hebel begannen, ihre Positionen zu liquidieren.
Bloomberg zitierte Analyst Josh Younger erläuterte die Ähnlichkeiten dieses Krypto-Markteinbruchs mit den Ereignissen Anfang 2018, die sich als Beginn eines einjährigen Bärenmarktes herausstellten.
Dennoch hob Younger auch einige wesentliche Unterschiede hervor, darunter die Marktvolatilität, die diesmal vor allem aus Nordamerika stammte.
Gründe für die gestiegene Widerstandsfähigkeit des Kryptomarktes
Younger stellte vor allem fest, dass der Kryptowährungssektor auf die Kursverluste von 50 Prozent recht gut reagiert habe, mit schnellen Erholungen in allen Bereichen.
„Wir sehen weiterhin Anzeichen für eine robuste Mikrostruktur auf den Kryptowährungsmärkten: Der Volatilitätsanstieg scheint regional begrenzt zu sein, die Markttiefe ist zwar gesunken, aber trotz dieser Entwicklungen nicht eingebrochen, und die Derivatepreise haben sich schnell genug angepasst, um einen beträchtlichen Teil der gehebelten Long-Positionen zu erhalten.“
Der Analyst von JP Morgan Chase argumentierte jedoch: „Gegen die Ansicht, dass wir uns inmitten eines sich selbst verstärkenden Teufelskreises von Preisrückgängen befinden, spricht dies für ein classic Run-Szenario.“
Die Krypto-Community hat wiederholt betont, dass der Bullenmarkt 2020/2021 sich deutlich vom Zyklus vor drei Jahren unterscheidet. Der Markt ist heute reifer, und der Einstieg von Institutionen, Banken und großen Konzernen untermauert diese These.

