Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass viele Krypto-Investoren sich Sorgen darüber machen, was mit ihren Kryptowährungsinvestitionen nach ihrem Tod geschieht. Allerdings haben nur wenige von ihnen einen schriftlichen Plan, um ihre Krypto-Vermögenswerte nach ihrem Tod an Angehörige weiterzugeben. Ein Grund dafür ist der Mangel an entsprechenden Dienstleistungen im Bereich der Nachlassabwicklung für digitale Währungen.
Krypto-Investoren äußern Bedenken hinsichtlich ihrer digitalen Vermögenswerte
In einer Online-Umfrage des Cremation Institute, die zwischen Oktober letzten Jahres und Juni 2020 durchgeführt wurde, wurden insgesamt 1.150 Kryptowährungsnutzer befragt. Die Studie ergab, dass viele Krypto-Investoren, insbesondere jüngere Generationen, keinen angemessenen Plan für ihr Kryptovermögen haben, falls sie unerwartet versterben sollten.
Von allen an der Umfrage teilnehmenden Krypto-Investoren gaben 89 Prozent an, sich Sorgen um den Verbleib ihrer hart verdienten Kryptowährungen zu machen. Allerdings verfügen nur 23 Prozent über konkrete, dokumentierte Pläne für die Verwaltung ihrer Krypto-Vermögenswerte nach deren Tod.
Den Ergebnissen zufolge verfügen ältere Generationen im Gegensatz zur jüngeren Generation Z (18 bis 25 Jahre) und den Millennials (26 bis 40 Jahre) am ehesten über einen dokumentierten Plan für ihre Kryptowährungen. Genauer gesagt haben 59 Prozent der jüngeren Generation und 35 Prozent der Millennials noch keinen Plan für ihre Kryptowährungsinvestitionen.
Jüngere Generationen planen seltener für ihre Krypto-Vermögenswerte
Bei der älteren Generation haben etwa 86 Prozent der Generation X (41 bis 55 Jahre) und 94 Prozent der Babyboomer (56 bis 76 Jahre) Anweisungen dazu gegeben, wie ihre Kryptowährungen nach ihrem Tod verwaltet werden sollen. Bei der jüngeren Generation liegt dieser Anteil hingegen deutlich niedriger vor.
Abschließend stellte das Cremation Institute fest, dass der Mangel an Dienstleistungen im Bereich der digitalen Nachlassverwaltung und die unzureichende staatliche Regulierung in vielen Regionen mitverantwortlich für die Planungsunsicherheit von Krypto-Investoren sind. Laut Coincover sind derzeit etwa 4 Millionen BTC aufgrund von Todesfällen und Zugangsverlusten nicht im Umlauf.

