Zusammenfassung (TL;DR)
- Die koreanischen Behörden verschärfen die Kryptoregulierung.
- Die FSC will gegen elf kleine Wechselstuben vorgehen.
- Börsen rebellieren gegen strenge Krypto-Regulierungen.
Die südkoreanischen Behörden gehen in letzter Zeit indirekt, aber mit strengen Krypto-Regulierungen, weiterhin gegen Krypto-Unternehmen vor. Die Maßnahmen gegen Kryptowährungen im Land haben nun eine neue Wendung genommen: Elf Kryptobörsen werden ihren Betrieb einstellen.
Elf Kryptobörsen werden geschlossen, nachdem die staatliche Aufsichtsbehörde erklärt hatte, dass sie im Zuge der laufenden „Krypto-Vorgehensmaßnahmen“ illegal operieren. Um welche elf Börsen es sich handelt, ist jedoch weiterhin unbekannt.
FSC und sein fortgesetztes Vorgehen gegen Kryptowährungen
Lokalen Berichten aus Korea zufolge handelt es sich bei den zu schließenden Kryptobörsen um kleine und mittelständische Unternehmen. Laut der koreanischen Finanzdienstleistungskommission (FSC) operieren die Börsen ohne die erforderliche Genehmigung.
Die FSC wird weitere Details zu ihrem Vorgehen gegen Kryptowährungen und den illegalen Praktiken dieser Börsenfirmen bekanntgeben.
Kryptoexperten haben bereits Anfang des Jahres ein hartes Durchgreifen der Regulierungsbehörden gegen Krypto-Unternehmen vorhergesagt. Sie prognostizierten, dass kleinere Kryptofirmen mit Ausnahme der lokalen Giganten Bithumb und UPbit Gefahr laufen, von den Aufsichtsbehörden in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
Obwohl die FSC die zu schließenden Firmen noch nicht benannt hat, stellen bereits zahlreiche andere mittelständische Unternehmen ihren Betrieb ein. Letzte Woche kündigte CPDAX an, seine Plattform zum 1. September einzustellen.
Bitsonic, ein anderes Unternehmen, gab auf Telegram bekannt, dass es seine Geschäftstätigkeit vorübergehend einstellen werde, um seine Servicesysteme zu erneuern.
Börsen rebellieren gegen strenge Krypto-Regulierung
Die Behörden in Korea haben Kryptofirmen unter Druck gesetzt, indem sie strenge Zulassungskriterien und eine Frist bis zum 24. September für alle Börsenfirmen festgelegt haben, um sich anzupassen.
Bereits im Juni planten die Börsenfirmen, die Regierung zu verklagen, weil diese keine fairen Regulierungen erlassen habe.
Die Klageandrohung der Kryptofirmen resultierte aus der Verpflichtung für Börsen, bis September ein Konto mit Klarnamen bei einer lokalen Bank zu führen, um weiterhin operieren zu dürfen. Offenbar würde eine Regulierung zu viele kleinere Handelsplattformen in den Ruin treiben, weshalb diese sich für eine Klage entschieden.
Die Aufsichtsbehörden drohen Börsen zudem mit Haftstrafen, sollten diese die Vorschriften nicht einhalten. Weitere Strafen sind hohe Geldstrafen und letztendlich die vollständige Schließung solcher Unternehmen.

