Kürzlich wurde eine Schadsoftware entdeckt, die Browser-Cookies und andere Informationen von den Apple Mac-Computern der Opfer stiehlt, um Kryptowährungen zu stehlen.
Forscher des Cybersicherheitsunternehmens Palo Alto Networks veröffentlichten einen Bericht, demzufolge die Schadsoftware „CookieMiner“ Browser-Cookies abfing, die mit den Webseiten von Kryptowährungsbörsen und Wallet-Anbietern in Verbindung standen. Der Schadcode zielte auf Börsen wie Binance , Coinbase, Poloniex, Bittrex, Bitstamp und MyEtherWallet sowie auf alle Webseiten ab, deren Domainname „Blockchain“ enthielt.
Außerdem versuchte man, Kreditkarteninformationen von Ausstellern wie Visa, Mastercard, American Express und Discover zu stehlen, sowie gespeicherte Benutzernamen und Passwörter von Chrome, iPhone-SMS, die in iTunes gesichert worden waren, und Krypto-Wallet-Schlüssel.
Wenn es Hackern gelänge, solche Daten zu stehlen, könnten sie vollen Zugriff auf die Krypto-Börsen- und Wallet-Konten der Opfer erlangen und auch Gelder stehlen.
Die Forscher erklärten dies folgendermaßen: „CookieMiner versucht, den Authentifizierungsprozess zu umgehen, indem es eine Kombination ausdent, Textnachrichten und Web-Cookies stiehlt.“
Die Schadsoftware besitzt noch eine weitere Eigenschaft: Sie verändert die Systemkonfiguration des Opfers und installiert bösartig Krypto-Mining-Software. Der Coinminer funktioniert ähnlich wie eine andere Variante, die Monero schürft, zielt aber auf eine weniger bekannte Kryptowährung wie Koto ab.
Die Forscher empfahlen Kryptowährungsnutzern, ihre Sicherheitseinstellungen und digitalen Vermögenswerte stets im Auge zu behalten, um Datenverlust und -kompromittierung zu verhindern. Sie erklärten außerdem, dass Cookieminer prüft, ob eine Anwendung das Firewall-Programm „Little Snitch“ auf dem Computer des Opfers ausführt. Falls ja, wird das Programm beendet
Monero ist die bei Hackern beliebteste Kryptowährung. Eine Studie von Hochschulforschern legte letzten Monat nahe, dass Hacker etwa 5 Prozent aller im Umlauf befindlichen Monero geschürft haben.
Krypto-Mining-Malware hat sich rasant verbreitet. Eine im Dezember veröffentlichte Studie von McAfee ergab, dass allein im dritten Quartal 2018 rund 4 Millionen neue Bedrohungen durch Mining-Malware aufgetaucht sind, verglichen mit weniger als 500.000 in den Jahren 2017 und 2016.
MacBook Pro 1050973 640